9 WordPress-Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest

Wenn es um die Erstellung und Pflege einer WordPress-Website geht, macht jeder Fehler.

Manche sind einfach ärgerlich oder machen dir am Ende erheblich mehr Arbeit. Andere können dich Kopf und Kragen kosten.

Das Gute ist: Du musst nicht jeden dieser Fehler selber machen.

Du kannst aus den Fehlern Anderer lernen!

Über die Jahre habe ich vielen WordPress-Nutzern geholfen, ihre Fragen beantwortet und ihre Probleme gelöst.

Die folgende Liste enthält die häufigsten Fehler im Umgang mit WordPress und hilft dir dabei, diese von vorne herein zu vermeiden.

Fehler 1: Zu viele Plugins

WordPress-Plugins helfen dir dabei, deine Website schneller und sicherer zu machen, mehr Geld zu verdienen, deine Besucherzahlen zu erhöhen oder viel Zeit zu sparen. Außerdem sind sie schnell installiert und erlauben dir die Erweiterung deiner Website, ohne auch nur eine Zeile zu programmieren.

Du ahnst es schon, die Sache hat einen Haken:

  • Mit jedem Plugin steigt die Ladezeit deiner Seite – das gefällt weder den Besuchern deiner Website, noch Google
  • Jedes Plugin enthält potenzielle Sicherheitslücken, die deine Seite für Hacker angreifbar machen
  • Mit der Anzahl der Plugins steigt auch die Chance auf Konflikte zwischen den einzelnen Plugins
  • Zudem wird dein WordPress-Backend unübersichtlich.

Sei also von Anfang an sparsam und installiere nur die Plugins, die du wirklich benötigst. Achte darauf, nach Möglichkeit Plugins zu verwenden, die gleich mehrere Funktionen auf einmal abdecken.

Fehler 2: Wahllose Kategorien und Schlagwörter

Kategorien und Schlagwörtern sind Möglichkeiten, die Inhalte deiner Seite zu strukturieren. Sie helfen Besuchern dabei, sich zurechtzufinden und können ein Faktor in der Suchmaschinenoptimierung sein.

Der Schuss kann allerdings auch nach hinten losgehen, denn in vielen Fällen entstehen Schlagwörter und Kategorien im Laufe der Zeit und werden mehr oder weniger wahllos vergeben. Es entsteht ein Wirrwarr aus Kategorien, Unterkategorien und Schlagwörtern.

Deshalb sind hier einige Tipps zur Verwendung von Kategorien und Schlagwörtern:

  • Verwende Kategorien als primäre Möglichkeit, Inhalte zu sortieren.
  • Beschränke dich bei der Tiefe deiner Kategorien auf zwei Ebenen (Hauptkategorie + Unterkategorie)
  • Verwende Schlagwörter als sekundäre Möglichkeit, um Inhalte zu sortieren.
  • Lege dich am Anfang einmal auf eine Auswahl an Kategorien und Schlagwörter fest, mit denen du dann arbeitest.

Tipp: Ich empfehle dir außerdem, die bestehenden WordPress-Kategorien durch eigene Seiten zu ersetzen.

Fehler 3: Keine Backups

Kennst du das?

  • Du hast aus Versehen einen Blogartikel, Bild, Einstellungen oder Plugin-Daten gelöscht
  • Deine WordPress-Installation ist aufgrund eines Plugin-Fehlers nicht mehr erreichbar
  • Ein Theme- oder Design-Wechsel gehen schief
  • Deine Website wird gehackt
  • Es gibt einen Server-Ausfall bei deinem Hoster und kürzlich gemachte Änderungen gehen verloren

Du kannst von Glück reden, wenn dir solche Erfahrungen bisher erspart geblieben sind. Allerdings solltest du dich nicht allein auf dein Glück verlassen, denn diese Dinge beherbergen das Potenzial, dass du deine gesamte Website und damit die komplette investierte Arbeit verlierst.
Deshalb führt kein Weg an regelmäßigen Backups vorbei. Je nachdem, wie aktiv du auf deiner Website Änderungen vornimmst, sollte dein Backup automatisch in einem Intervall von einer bis maximal vier Wochen laufen und du solltest mehrere davon an einem anderen Ort aufbewahren. 

Tipp: Wenn du kein automatisches Backup hast und dieses händisch anlegen musst, hast du kein Backup! Erfahrungsgemäß treten Ausfälle genau dann ein, wenn du einmal kein Backup angelegt hast. Immer!

Fehler 4: Code-Änderungen ohne Child-Theme

Irgendwann kommt jeder an den Punkt, an dem er kleine Anpassungen an seiner WordPress-Seite vornimmt. Beispielsweise, wenn du Google Analytics einbindest oder kleinere Design-Anpassungen am Theme vornehmen willst.

Also kopierst du irgendeinen Codeschnipsel, den du im Internet gefunden hast, fügst ihn an der passenden Stelle in dein Theme ein und freust dich darüber, dass er funktioniert.

Zumindest bis zum nächsten Update deines Themes – bei dem all deine Änderungen überschrieben werden.
Der richtige Ort für solche Codeänderungen sind die Dateien in deinem Child-Theme. Ein Child-Theme erbt alle Style-Eigenschaften und Funktionen des Original-Themes. Individuelle Anpassungen im Child-Theme überschreiben jedoch diese Einstellungen. Beim Durchführen von Updates wird das Original-Theme überschrieben, dein Child-Theme ist davon jedoch nicht betroffen und deine Anpassungen bleiben erhalten.

Wenn du Code-Änderungen an den Theme-Dateien vornimmst, verwende immer ein Child-Theme.

Fehler 5: Die falsche Permalinkstruktur

Leider sieht man noch immer sehr häufig URLs (in WordPress „Permalinks“ genannt), die so aussehen:
digitalesmojo.de/30/3/2022/beitragsname
digitalesmojo.de/kategorie/unterkategorie/beitragsname

Solche URLs sind für die Besucher deine Website nicht nur schwer verständlich, sondern machen dir auch das Leben zur Hölle. Schließlich ändern sich beispielsweise bei der Anpassung eines Kategorienamens die URLs aller darunterliegenden Beiträge. Nun legst du entweder für jeden dieser Beiträge eine Weiterleitung an, oder Nutzer laufen ins Leere und du verlierst Rankings in Suchmaschinen.

Am besten wählst du unter „Einstellungen“ > „Permalinks“ die Struktur „Beitragsname“. Dadurch wird zukünftig automatisch nur noch der Titel der Seite bzw. des Beitrags in der URL genutzt.

Lege eine sinnvolle Permalinkstruktur fest (beispielsweise „Beitragsname“) und ändere sie händisch beim Erstellen von Seiten & Beiträgen.

WordPress-Fehler: permalinks

Fehler 6: Bilder nicht optimieren

Ist deine WordPress-Seite schneckenlahm?

In den meisten Fällen sind der Grund dafür Bilder, die nicht fürs Web optimiert wurden. Selbst wenn du deine Bilder auf Pixelmaße zuschneidest, die tatsächlich auf deiner Website verwendet werden und die Qualitätsstufe in Photoshop oder Gimp etwas herunterschraubst, sind die meisten Bilder noch viel größer als sie sein müssten.

Um die Bilder der eigenen WordPress-Installation zu komprimieren und die Dateigröße ohne merkliche Qualitätsverluste drastisch zu reduzieren, kannst du auf dem eigenen Rechner die folgenden Programme verwenden:

Einfacher ist es jedoch, für die Komprimierung die WordPress-Plugins EWWW Image Optimizer oder Compress JPEG & PNG images zu nehmen, welche es zum einen erlauben, eine Massenkomprimierung bereits hochgeladener Bilder vorzunehmen und zum anderen alle neu hochgeladenen Bilder automatisch zu komprimieren.

Tipp: Stelle Bilder in WordPress im WebP-Format bereit. WebP ist ein von Google entwickeltes Bildformat fürs Web und bietet bei gleicher Qualität eine um 35% geringere Dateigröße als JPG. Mittlerweile unterstützen alle großen Browser WebP. Für die automatische Komprimierung kannst du das kostenlose Plugin WebP-Express verwenden.

Fehler 7: Updates ignorieren

WordPress ist die am weitesten verbreitete Software für Websites.  Schätzungsweise 25% aller Websites weltweit werden damit betrieben.
Leider macht WordPress genau das auch zu einem beliebten Angriffsziel. Mit relativ wenig Aufwand kann man, hat man einmal eine erfolgreiche Angriffsmöglichkeit gefunden, sehr viele Websites angreifen, um z. B. Daten zu stehlen oder die Seiten zu zerstören.

Da WordPress permanent weiterentwickelt wird, passiert es naturgemäß auch relativ häufig, dass neue Sicherheitslücken entstehen und entdeckt werden.

Zum Glück werden diese auch sehr zeitnah behoben. Dafür ist es aber essenziell, dass du deine WordPress-Version auch immer auf dem aktuellsten Stand hältst, indem du regelmäßig Updates installierst. Updates beziehen sich in der Regel auf die folgenden drei Bereiche:

  • WordPress Core
  • Plugins
  • Themes

Das bedeutet nicht, dass du jeden Tag und jede Stunde schauen musst, ob es neue Updates gibt. Allerdings würde ich es dir im Abstand von ungefähr zwei Wochen empfehlen!

Kümmere dich mindestens 1–2 Mal pro Monat um Updates deiner Plugins, Themes und von WordPress selber.

Fehler 8: Unsichere Nutzernamen & Passwörter nutzen

Einfache, kurze und unsichere Passwörter sind ein Sicherheitsrisiko. Das gilt nicht nur für den Login zu deinem WordPress-Dashboard, sondern überall.

Die Minimalvoraussetzungen für ein sicheres Passwort sind:

  • Es sollte aus mindestens acht bis zehn Zeichen bestehen
  • Die gewählte Zeichenkette darf in keinem Wörterbuch vorkommen
  • Verwende möglichst Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen

Und ja, diese Passwörter haben den Nachteil, dass du sie dir nicht mehr merken kannst.
Dafür gibt es zwei einfache Tricks:

  • Denk dir einen Satz aus, den du dir gut merken kannst und verwende die zusammengesetzten Anfangsbuchstaben der einzelnen Wörter als Passwort
  • Verwende einen Passwort-Manager wie KeePass

Tipp: Sichere dein WordPress-Backend durch einen zusätzlichen Passwort-Schutz ab. Wie das funktioniert, habe ich dir [Link] bereits erklärt.

Fehler 9: Kommentareinstellungen ignorieren

Mein Anti-Spam-Plugin hat auf Digitales Mojo bisher über 1000 Spam-Kommentare gefiltert.

Dennoch rutschen ab und an Kommentare durch den Filter, die ich dann natürlich nicht freigebe. Oft enthalten sie Links zu unseriösen Seiten, mit denen ich auf keinen Fall in Verbindung gebracht werden will. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn ich mich nicht intensiv mit den Kommentareinstellungen beschäftigt hätte.

Weißt du, welche Kommentareinstellungen bei dir hinterlegt sind?

Du findest sie unter „Einstellungen“ > „Diskussion“. Dort kannst du nicht nur die komplette Kommentarfunktion deaktivieren, sondern auch spezifische Einstellungen treffen.

Ich empfehle dir die folgenden Einstellungen:

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