WordPress SEO: 13 wichtige Tipps, die du sofort umsetzen solltest

WordPress ist eine super Sache. Nicht umsonst ist es das CMS hinter einem Drittel aller Webseiten.

Aber: Wenn du jetzt glaubst, dass du deshalb demnächst ganz oben bei Google zu finden bist, muss ich dich leider enttäuschen. WordPress verhilft dir nicht wie durch Zauberhand zu guten Platzierungen in Suchmaschinen.

Dafür musst du schon etwas tiefer in die Trickkiste greifen 😉

Deshalb habe ich in diesem Artikel die wichtigsten Tipps für deine WordPress-SEO gesammelt. Wenn du den Anweisungen aus diesem Artikel folgst, lässt du auf Anhieb direkt 90% der anderen Webseiten hinter dir.

Tipp: Alles, was du wissen musst, wenn du WordPress installieren und einrichten willst, findest du im Artikel WordPress lernen für Einsteiger und Fortgeschrittene

1. Mach WordPress für Suchmaschinen indexierbar!

Eigentlich selbstverständlich, aber gehen wir lieber auf Nummer sicher:

Damit deine WordPress-Seite überhaupt gecrawled und indexiert werden kann, musst du Google Zugriff gewähren.

Die Einstellung dafür findest du unter Einstellungen > Lesen.

wordpress seo tipps
Stelle sicher, dass die Checkbox bei Sichtbarkeit für Suchmaschinen nicht gesetzt ist. Ist das Häkchen nämlich gesetzt, ist Google über die robots.txt ausgesperrt.

2. Installiere ein gutes SEO-Plugin!

Bevor du mit der Optimierung deiner WordPress-Seite beginnst, solltest du dir ein allgemeines SEO-Plugin installieren. Ein SEO-Plugin ergänzt WordPress um Funktionen wie:

  • Festlegen von Metatitle und -description
  • Festlegen eines Fokus-Keywords und Nebenkeywords
  • Optimierung auf Rich-Snippets

Lange war Yoast SEO dafür alternativlos. Betonung auf war, denn diese Zeiten sind vorbei. Das liegt zum einen daran, dass die Performance von Yoast SEO relativ schlecht ist und deine Seite langsamer macht, zum anderen daran, dass hier wichtige SEO-Entwicklungen verschlafen wurden.

Außerdem hat Yoast SEO mit dem Plugin Rank Math Konkurrenz bekommen, die es in sich hat. Der Funktionsumfang von Rank Math geht sogar über den von Yoast SEO Premium hinaus. Mit dabei sind z. B. ein Modul für lokales SEO, Einstellungen für Rich Snippets und eine Schnittstelle zur Google Search Console.

Installier dir also am besten Rank Math.

3. Lege Metatitle und Metadescription deiner Startseite fest!

Eigentlich ebenfalls eine Selbstverständlichkeit, wird aber dennoch häufig vergessen:

Bevor du irgendwas anderes machst legst du Metatitle und Metadescription deiner Startseite fest. Das sind Titel und Beschreibung, die angezeigt werden, wenn jemand direkt nach dem Namen deiner Webseite sucht. Stichwort: Branding Keywords.

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Wenn du RankMath verwendest, kannst du Metatitle (3) und Metadescription (4) bearbeiten, indem du im Backend deiner Startseite auf den Button oben rechts (1) und dann auf Edit Snippet (2) klickst. Der Metatitle geht in den meisten Fällen von Haus aus in Ordnung, die Metadescription solltest du auf jeden Fall anpassen.

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4. Schreibe Standard-Texte für Kategorien, Tags, Seiten und Beiträge!

Standard-Texte funktionieren wie ein Fallback. Falls du mal vergessen hast, die Metadescription oder den Metatitle eines Beitrags oder einer Seite festzulegen, springen diese ein und dort steht zumindest nicht nichts.

Standard-Texte können auch nützlich sein, wenn du keine Lust hast, hunderte Tags oder Kategorien einzeln zu optimieren.

Jedes SEO-Tool bietet Optionen hierfür an. Wenn du RankMath verwendest, findest du diese unter Titel & Meta.

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Du kannst dort unter anderem Titles und Metas für verschiedene Inhaltstypen, Autoren und Beitragsformate setzen.

5. Nutze saubere Permalinks!

Mit der Standard-Einstellungen sehen die URLs von WordPress etwa so aus:

https://www.meinblog.com/2020/10/12/super-toller-blog-post/

Leider wird diese Standard-Einstellung häufig stehen gelassen und man sieht solche URLs leider immer noch sehr oft. Sind wir mal ehrlich, so richtig schön lesbar und verständlich sind diese URLs nicht. Deshalb ganz kurz meine Best Practices für saubere Permalinks:

  • Kurz: Auch wenn Google das als Rankingfaktor offiziell bestreitet: Kurze URLs sind einfach besser lesbar und benutzerfreundlicher – was dann ja irgendwie doch wieder ein Rankingfaktor ist 😉
  • Hierarchisch: Hierarchien sollten klar abgebildet werden. Zum Beispiel: https://www.meinblog.com/seo/keywordrecherche/
  • Sprechend: URLs sollten sprechend sein. Das heißt, der Nutzer sollte anhand der URL bereits erkennen, worum es geht.
  • Fokus-Keyword: Die URL sollte das Fokus-Keyword der jeweiligen Seite enthalten.

Tipp: Verwende „–“, um einzelne Wörter in deiner URL voneinander zu trennen und beschränke dich ausschließlich auf Kleinbuchstaben, um die Lesbarkeit zu erhöhen.

Am nächsten dran bist du meiner Meinung nach mit der Einstellung (unter Einstellungen > Permalinks) Beitragsname:

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Eine saubere Permalink-Struktur ist letztendlich ein Faktor für die Benutzerfreundlichkeit deiner Seite – also investiere hier etwas Zeit.

Tipp: Mache dir bereits Gedanken um deine Permalink-Struktur, BEVOR du mit dem Schreiben von Blogartikeln anfängst. Wenn du erstmal hunderte Artikel veröffentlicht hast, die womöglich in Google ranken, wird es sehr schwierig und aufwändig die Permalink-Struktur nachträglich zu ändern.

6. Verbessere deine Ladezeit!

Hand aufs Herz: Wie lange wartest du auf eine langsame Webseite?

Mal ganz davon abgesehen, dass lange Ladezeiten nerven, bringen sie gleich mehrere Nachteile für dich mit sich:

  • Je langsamer deine Website lädt, desto mehr Leute springen ab und klicken auf ein anderes Ergebnis. Leute die abgesprungen sind, lesen deine Artikel nicht, abonnieren nicht deinen Newsletter und kaufen auch nicht deine Produkte.
  • Google wertet das als negatives Nutzersignal und es wird schwerer mit deinen Artikeln zu ranken.
  • Daneben ist die Ladegeschwindigkeit von Seiten auch einfach ein direkter Rankingfaktor.

Mach also kurzen Prozess mit allem, was deine Ladezeit runterzieht! Zu den Optimierungsmaßnahmen gehören zum Beispiel:

  • Die Optimierung von Bildern
  • Das Aktivieren von Caching-Mechanismen
  • Das Zusammenfassen von Javascript- und CSS-Dateien.

7. Vermeide 404-Fehler!

Wenn du an deinem Blog arbeitest, löschst du regelmäßig Beiträge oder Seiten oder ziehst diese um. Du änderst Kategorien, Tags und die Permalink-Struktur.

Das Problem ist, dass deine Inhalte bereits bei Google gelistet sind.

Und plötzlich laufen Besucher ins Leere.

Es wird eine Fehlerseite angezeigt, Besucher springen ab. Google gefällt das natürlich nicht, im schlechtesten Fall verlierst du Rankings.

Sei also grundsätzlich vorsichtig mit dem Löschen und Umziehen von Beiträgen oder Seiten. Bevor du den Permalinks bearbeitest, überprüfe, ob diese Seiten ranken und ob sie Besucher generieren und erstelle Weiterleitungen, falls nötig.

Tipp: Rankmath bietet ein eigenes Modul für Weiterleitungen. Du findest dieses unter Rankmath > Redirections. Du musst dafür also kein zusätzliches Plugin installieren.

8. Vermeide kaputte Links!

Genauso verhält es sich mit Links zu externen Websites. Inhalte werden gelöscht, es gibt technische Probleme oder Website werden komplett aufgegeben.

Also schau dir deine Links regelmäßig an und entferne alle kaputten Links.

Wenn deine Seite größer wird, wird es immer mühsamer, all deine internen und externen Links manuell zu überprüfen. Deswegen empfehle ich dir die Benutzung eines browserbasierten Broken Link Checkers oder des WordPress-Plugins Broken Link Checker.

9. Stell auf HTTPS um!

HTTPS ist seit August 2014 ein Ranking-Faktor bei Google. Heute ist die SSL-Verschlüsselung eigentlich gängiger Standard und man findet kaum noch eine Seite ohne.

Das liegt auch daran, dass Seiten ohne SSL-Verschlüsselung in Webbrowsern als unsicher gebrandmarkt werden:

SSL Fehler

Gruselig, oder? Also leg dir am besten ein SSL-Zertifikat zu, falls du noch keins hast!

10. Optimiere deine Seite für Mobilgeräte!

Der Anteil der mobilen Nutzer ist weltweit schon seit längerem größer als der Anteil an Nutzern mit PCs oder Tablets.

Natürlich reagiert auch Google darauf und hat bereits 2018 seinen Mobile-First-Index eingeführt. Im Zuge dessen wurde der Google-Algorithmus Schritt für Schritt daraufhin umgestellt, sich primär die mobile Version einer Website anstatt der Desktop-Version anzuschauen.

Das bedeutet, dass Faktoren wie

  • die Ladezeit auf Mobilgeräten
  • und ein für Mobilgeräte angepasstes Layout

umso wichtiger sind. Achte also bereits bei der Auswahl deines WordPress-Themes auf Reponsive Webdesign – das bedeutet, dass sich das Layout je nach Bildschirmgröße so anpasst, dass die Inhalte in jedem Format optimal erkennbar sind. Responsive Seiten sind heute ohnehin bei den meisten Themes gängiger Standard – aber man weiß ja nie.

Die Mobile-Geschwindigkeit deiner Webseite kannst du in Google PageSpeed überprüfen. Sie wird hier separat berechnet und angezeigt.

11. Reiche deine Sitemap bei der Google Search Console ein!

Google stellt dir mit der Search Console (ehemals Webmaster Tools) ein mächtiges und noch dazu völlig kostenloses Tool zur SEO-Analyse deines Blogs zur Verfügung.

Mit dem Tool kannst du zum Beispiel:

  • Nachsehen, ob es Probleme bei der Indexierung deiner Website gibt
  • Sehen, wer deine Seite verlinkt hat
  • Sehen, über welche Keywords Besucher über Google auf deine Seite kommen

Tipp: Die Google Search Console ist die Lösung schlechthin, wenn du noch kein professionelles SEO-Tool hast. Du findest dort detaillierte Informationen zu Impressionen, Klicks und Click-Trough-Rate (CTR) bestimmter Seiten und Suchbegriffe.

Und natürlich kannst du in der Search Console deine Sitemap bei Google einreichen.

Das Einreichen deiner Sitemap in der Google Search Console hat einige unschlagbare Vorteile für deine Suchmaschinenoptimierung.

Ohne Sitemap musst du darauf warten, bis der Crawler „zufällig“ vorbeischaut. Gerade, wenn du am Anfang stehst und sich die externen Links auf deine Seite in Grenzen halten, kann das dauern. Hast du deine Sitemap eingereicht werden Aktualisierungen und neue Inhalte hingegen sofort registriert und die Indexierung geht in der Regel schneller.

Für die Erstellung einer Sitemap verwendest du am einfachsten dein SEO-Plugin. Bei Rankmath findest du deine Sitemap und die dazugehörigen Einstellungen unter Sitemap-Einstellungen:

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Die URL, die du hier findest, kopierst du und fügst sie in der Google Search Console ein:

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Fertig! 🙂 Du hast dir grade eine Unmenge an Zeit und Nerven gespart.

12. Deindexiere Seiten mit Bildanhängen!

Mit den Standard-Einstellungen erstellt WordPress für jedes Bild und jede Datei, die du hochlädst eine Anhang-Seite.

Das Problem dabei ist, dass diese Anhangseiten bis auf das entsprechende Bild meistens leer sind. Du wirfst also für jedes hochgeladene Bild und jedes PDF eine leere Seite in den Google-Index. Und: Da deine Bilder ja auch noch einmal separat von Google indexiert werden, erzeugst du gleichzeitig auch noch massenhaft Duplicate Content.

Das ist überhaupt nicht cool.

Die einfachste Lösung hierfür ist es, Bildanhangsseiten einfach grundsätzlich von der Bildfläche verschwinden zu lassen. Hierfür verwendest du ein SEO-Tool deiner Wahl. In Rankmath findest du die Option unter Allgemeine Einstellungen:

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13. Gib deiner WordPress Website eine Struktur!

Die Webseiten-Struktur wird häufig vernachlässigt, bestimmt aber durch interne Verlinkung, wie gut deine Website zu crawlen ist. Und noch wichtiger: Sie bestimmt, welche Inhalte Google für wichtig erachtet und welche nicht.

Eine Strategie hierfür sind Hub-Pages (auch bekannt unter verschiedenen Begriffen wie Siloing, Cornerstone-Content, Flagship-Content oder Pillar-Content). Hierbei versucht man gezielt die Gewichtung von Inhalten durch Google mit internen Faktoren zu beeinflussen.

Eine Hub-Page konzentriert sich zunächst auf ein Short-Tail-Keyword in Form eines Überbegriffs mit einem entsprechend hohen Suchvolumen. Wie zum Beispiel SEO.

Innerhalb dieser Hub-Page werden verschiedene spezifischere Themen und Artikel, sogenannte Spokes, angeteasert und verlinkt. Somit sollte dieser Hub den besten Überblick weit und breit bieten. Spokes zu SEO könnten zum Beispiel

  • SEO-Kennzahlen
  • Rankingfaktoren
  • SEO-freundliches Webdesign

sein. Dieses Konzept bringt gleich mehrere Vorteile mit sich:

  • Hub-Pages sind definitiv ein Usability-Faktor. Sie enthalten grundsätzliche Informationen, die ein Nutzer kennen muss, bevor er sich mit spezifischeren Inhalten auseinandersetzt.
  • Hub-Pages helfen Nutzern bei der Navigation durch deine Seite.
  • Hub-Pages sind eine Möglichkeit für Suchbegriffe mit einem hohen Suchvolumen und viel Konkurrenz zu ranken, unter denen die Wahrscheinlichkeit mit herkömmlichen Methoden sehr gering wäre.
  • Wenn eine Seite des Hubs rankt, profitieren durch die Verlinkung alle anderen Seiten davon.

Prinzip verstanden? 🙂 Selbst, wenn du deine Seite nicht streng nach diesem Prinzip aufbauen willst, ist mein Tipp für dich: Setzt dich mit der Struktur deiner Webseite auseinander!

Fazit: 13 wichtige Tipps für deine WordPress-SEO, die du sofort umsetzen solltest

Das waren auch schon alle dreizehn Tipps für deine WordPress-SEO. Ist doch alles keine Raketenwissenschaft, oder? Im Grunde muss man sich nur mal ein paar Minuten hinsetzen und diese Dinge auch wirklich machen.

Wenn du meine Tipps umsetzt, bist du 90% der Websites da draußen einen guten Schritt voraus. Damit hast du eine solide Grundlage geschaffen, um in Suchmaschinen ein gutes Stück weiter oben zu stehen.

Aber Vorsicht: Die Optimierung einzelner Artikel steht auf einem ganz anderen Blatt. Darum kümmern wir uns im nächsten Blogartikel 🙂

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Hi ich bin Andy, Blogger, SEO-Nerd und Gründer von Digitales Mojo. Digitales Mojo ist aus meinem festen Glauben heraus entstanden, dass jeder von uns Wissen und Fähigkeiten in sich trägt, um das Leben anderer besser und lebenswerter zu machen.

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