6 einfache Tipps für wackelfreie Videoaufnahmen

Braucht man eine Beruhigungspille, nachdem man sich eines deiner Videos angesehen hat?

Denn deine Videos wackeln heftiger als ein Kuhschwanz?

Dann solltest du dringend etwas tun. Verwackelte Aufnahmen beeinträchtigen die Qualität deiner Videos erheblich und sorgen beispielsweise auf YouTube mitunter dafür, dass Zuschauer abspringen und sich andere Videos ansehen.

In diesem Blogartikel lernst du deshalb, wie du wackelfreie Videoaufnahmen erstellen kannst.

Film ab!🙂

Tipp 1: Verwende ein Stativ

Die einfachste Möglichkeit, wackelfreie Videoaufnahmen zu erstellen, ist die Verwendung eines Stativs.

Stative gibt es für unterschiedliche Verwendungszwecke in nahezu allen Größen und Formen:

  • Dreibein-Stativ: Wenn du nicht in Bewegung filmen möchtest, dann ist ein klassisches Dreibein-Stativ eine sehr gute und günstige Möglichkeit wackelfreie Aufnahmen zu machen.
  • Gimbal: Gimbals sind mittlerweile sehr erschwinglich und bei YouTubern beliebt. Das Gimbal ist recht leicht, was hier aber ein Vorteil ist. Mehrere Motoren im Gimbal sorgen dafür, dass die Aufnahmen sehr stabil und nahezu wackelfrei sind. Kleinere Gimbals tragen Smartphones und Actioncams. Größere und entsprechend teurere Gimbals auch DSLMs und DSLRs.
  • Schulter-Rig: Schulter-Rigs erlauben es die es die Videokamera zu  schultern und auf diese Weise wackelfreie Aufnahmen zu machen. Dabei kann so gut wie jede Video- oder Fotokamera genutzt werden.

Tipp 2: Verwende eine Kamera mit Bildstabilisator

Zahlreiche aktuelle Spiegelreflex- und Systemkameras verfügen über einen integrierten Bildstabilisator. Dabei ist der Sensor in der Kamera beweglich gelagert und kann seine Position verändern.

Sensoren in der Kamera gleichen die Position der Kamera in Echtzeit ab und sorgen dafür, dass der Sensor in der richtigen Position ist.

Nach demselben Prinzip funktionieren übrigens auch Kameraobjektive mit Bildstabilisator. Anstelle des Bildsensors im Objektiv werden die Verwacklungen durch eine Korrekturlinse ausgeglichen.

Beispiele für Kameras mit Bildstabilisator:

Tipp 3: Verwende ein Objektiv mit Bildstabilisator

Neben Spiegelreflex- und Systemkameras mit integriertem Stabilisator sind auch entsprechende stabilisierte Wechselobjektive erhältlich. Bei Objektiven mit Bildstabilisator sind die Linsen dynamisch gelagert und bewegen sich konstant mit, um Wackler und Erschütterungen auszugleichen.

Der Nachteil: Kameraobjektive mit integriertem Bildstabilisator sind deutlich größer und schwerer als ihre unstabilisierten Geschwister.

Tipp 4: Halte deine Kamera eng am Körper

Je weiter ausgestreckt dein Arm ist, desto anfälliger wirst du für Ruckler in der Kameraführung. Wenn du aus der Hand wackelfrei filmen willst und kein Gimbal parat hast, dann halte die Kamera nahe am Körper. Dadurch wird deine Kamera stabilisiert.

Tipp 5: Reduziere die Brennweite

Ungewollte Bewegungen führen zwangsläufig zu sichtbaren Rucklern in der Videoaufnahme – daran lässt sich relativ wenig ändern. Allerdings entscheidet die entsprechende Brennweite darüber, wie sehr diese Bewegungen am Ende auffallen.

Bei einer geringen Brennweite sieht man Wackeln weit weniger, als wenn man einen starken Zoom nutzt. Falls deine Kamera also nicht über einen integrierten Bildstabilisator verfügt und du gerade kein Stativ zur Hand hast, bietet sich die Aufnahme mit einem Weitwinkel-Objektiv oder im Weitwinkel-Modus an.

Tipp 6: Entferne Wackler in der Nachbearbeitung

Keine Panik, wenn es doch mal der ein oder andere Wackler in deine Videoaufnahme geschafft hat. Diese lassen sich durch eine geschickte Nachbearbeitung in einem Schnittprogramm häufig ohne Probleme in den Griff bekommen und fallen dann kaum noch auf.

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, Aufnahmen mit kleinen Verwacklungen zu retten:

  1. Schneide Sequenzen mit Rucklern oder Verwacklungen einfach heraus.
  2. Lege einen Filter zur Bildstabilisierung über die entsprechende Videospur.

Wohlgemerkt sind beide Methoden eher dazu geeignet, vereinzelte kleinere Wackler zu entfernen. Umso größer und häufiger diese in deinem Video sind, umso schwieriger wird die Rettung deiner Aufnahmen in der Nachbearbeitung.

Hi ich bin Andy, der Gründer von Digitales Mojo. Digitales Mojo ist aus meinem festen Glauben heraus entstanden, dass jeder von uns Wissen und Fähigkeiten in sich trägt, um das Leben anderer besser und lebenswerter zu machen.

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