WordPress schneller machen: Die ultimative Anleitung

Hand aufs Herz: Wie lange wartest du, wenn eine Webseite nicht sofort läd?

Studien auf großen Seiten wie Google oder Amazon, haben gezeigt, dass bereits eine höhere Ladezeit von wenigen Millisekunden einen negativen Effekt haben:

  • Bereits eine Verzögerung von 100 Millisekunden kostet Amazon laut einer Studie im Jahr 2012 etwa 1% Umsatz. (Gigaspaces)
  • Laut Google gingen Suchanfragen und Einnahmen aus Suchanfragen bei einem Anstieg der Ladezeit der Suchergebnisse um eine halbe Sekunde, um 20% zurück. (Greg Linden)
  • BBC hat herausgefunden, dass sie mit jeder Sekunde die es braucht bis ihre Webseite geladen ist, 10% der Nutzer verlieren. (Creative Bloq)
  • 53% der Besuche auf mobilen Webseiten werden nach 3 Sekunden Ladezeit abgebrochen, so eine Studie von Google’s DoubleClick. (DoubleClick)
  • AliExpress reduzierte die Ladezeit um 36% und verzeichnete einen Anstieg der Bestellungen um 10,5% und der Umsätze bei Neukunden um 27%. (Akamai)

Grund genug, dich um die Ladezeit deiner Webseite zu kümmern, oder? 🙂

Als ich damit angefangen habe, die Performance meiner WordPress-Seite zu verbessern, musste ich mir die vielen Tipps mühsam aus unzähligen Blogartikeln und Listen zusammensuchen. Das war nicht nur ziemlich nervig, sondern hat mich auch unzählige Stunden gekostet.

Deswegen habe ich versucht in diesem Artikel einfach alles abzudecken, angefangen bei der Frage, warum Geschwindigkeit wichtig ist, was deine WordPress-Site verlangsamt – und natürlich die praktischen Schritte, um WordPress sofort schneller zu machen.

Und weil sich die Welt natürlich auch in Sachen Pagespeed weiterdreht, wird diese Liste laufend von mir erweitert.

Hinweis: Wenn du gerade dabei bist deine WordPress Seite zu installieren und einzurichten, schau dir auch meinen Leitartikel WordPress lernen für Einsteiger und Fortgeschrittene an.

1. WordPress schneller machen: Die Basics

1.1 Warum ist die Geschwindigkeit deiner Webseite wichtig?

Die Optimierung der Ladezeit wird von vielen Bloggern und Webseiten-Betreibern vernachlässigt. Kein Wunder, schließlich handelt es sich nicht gerade um ein spannendes Thema.
Lass mich kurz erklären, warum trotzdem kein Weg um eine schnelle Webseite herum führt:

  • Usability: Zunächst mal ist die Ladezeit der Faktor schlechthin für die Nutzerfreundlichkeit deiner Seite. Eine langsame Website bedeutet, dass die Benutzer deine Website möglicherweise verlassen, bevor sie überhaupt geladen ist. Diese Nutzer abonnieren keinen Newsletter, kaufen keine Produkte und folgen dir auch nicht auf Instagram. Darüber hinaus wertet Google dies als negatives Nutzersignal und deine Seite rutscht in den Suchergebnissen nach unten.
  • Ranking in Suchmaschinen: Natürlich ist die Ladegeschwindigkeit deiner WordPress-Seite auch ein direkter Rankingfaktor. Langsame-Seiten stehen in den Suchergebnissen weiter hinten, was weniger Traffic bedeutet.
  • Anzeige-Wahrscheinlichkeit in sozialen Netzwerken: Wie bereits weiter oben erwähnt beziehen auch soziale Netzwerke die Ladegeschwindigkeit von Seiten mit ein: Denn unter Umständen kann auch die Anzeige-Wahrscheinlichkeit deiner Webseiten im Facebook-Newsfeed darunter leiden.

1.2 Wie misst du die Ladegeschwindigkeit?

Um herauszufinden, ob bei der Ladezeit deiner WordPress-Seite Verbesserungspotenzial besteht und ob Optimierungsmaßnahmen etwas bringen, solltest du deine Ladezeit regelmäßig testen.

Es gibt hierfür eine ganze Reihe an Tools und Möglichkeiten:

wordpress schneller machen: google pagespeed
  • Google PageSpeed Insights: Da hinter der dem PageSpeed-Test unserer Lieblingssuchmaschine selbstverständlich dieselbe Technologie steckt, die auch zur Messung der Geschwindigkeit beim Carwling von Seiten verwendet wird, ist dieses Tool deine erste Anlaufstelle.
  • GTMetrics: Zusätzlich empfehle ich die Nutzung von GTMetrics, um weitere Optimierungspotenziale ausfindig zu machen.
  • Chrome DevTools: Auch im Tab Performance der Chrome DevTools findest du Informationen zur Seitenladezeit. Vorteil ist, dass dieses Tool die Geschwindigkeit von deinem Computer, an deinem Standort aus misst.
  • Google Analytics: Google-Analytics verfügt ebenfalls über Funktionen zur Messung der Ladezeit deiner Seite. Im Gegensatz zu den übrigen Tools geschieht dies nicht nur einmalig, sondern permanent, bei jedem Seitenaufruf. Somit kannst du beobachten, wie sich deine Seite in bestimmten Situationen verhält, wie zum Beispiel zu Spitzenzeiten, beim Newsletterversand oder während dem Anlegen von Backups.

1.3 Was verlangsamt deine WordPress-Seite?

Du kannst natürlich einfach die Maßnahmen, die ich dir hier zeige Umsetzen und dich darüber freuen, dass deine Seite etwas schneller wird. Hast du aber wie ich den Anspruch, dass deine Seite blitzschnell läd, musst du aber zunächst verstehen, welche Faktoren sich auf die Ladezeit auswirken.

Meiner Erfahrung nach sind die Gründe für langsame WordPress-Webseiten immer dieselben:

  • Webhosting: Man bekommt ein Hosting-Paket inkl. Domain schon ab 1,00 € im Monat. Aber Vorsicht: Wer bei der Auswahl des passenden Hosters nur nach dem Preis geht, zahlt am Ende drauf. Wenn dein Webserver nicht richtig konfiguriert ist, beeinträchtigt das die Geschwindigkeit deiner Webseite.
  • Seiten-Konfiguration: Es gibt eine ganze Reihe an Einstellungen innerhalb und außerhalb von WordPress, welche die Ladegeschwindigkeit deiner Webseite beeinflussen.
  • Seitengröße: Webseiten an sich verursachen nur in Ausnahmefällen hohe Ladezeiten. Das Problem liegt vielmehr in großen Dateien wie Bildern und Videos.
  • Plugins und Themes: Gerade PageBuilder-Themes sind oft mit einer Menge unnötiger Funktionen ausgestattet und entpuppen sich oftmals als wahre Bremsen. Ebenso verhält es sich mit überflüssigen oder schlecht kordierten Plugins.
  • Externe Scripte: Externe Scripte wie Anzeigen, Schriften etc. haben einen großen Einfluss auf die Leistung deiner Website. Versuche deshalb, die Verwendung externer Scripte zu minimieren.

Da du nun weißt, was die Geschwindigkeit deiner WordPress-Seite runterzieht, schauen wir uns nun endlich an mit welchen Maßnahmen du WordPress schneller machen kannst! 🙂

Hinweis: Die Tipps sind nach Schwierigkeitsgrad sortiert. Am Anfang findest du grundlegende Optimierungen, die du auf jeden Fall umsetzen solltest, am Ende der Liste fortgeschrittenere Maßnahmen, um das letzte Bisschen Geschwindigkeit aus deiner Seite herauszuholen.


2. WordPress schneller machen

2.1 Wähle den richtigen Webhoster aus

Günstiges Webhosting bekommt man heute an jeder Ecke. Wenn du hier allerdings nur auf den Preis schaust, geht das am Ende möglicherweise auf Kosten deiner Seitenladezeit.

Das kann z.B. daran liegen, dass die Server-Software veraltet ist, der Server nicht richtig konfiguriert ist oder dass sich zu viele Kunden die vorhandenen Server-Ressourcen teilen.

Ein guter Webhoster ergreift hingegen bereits von sich aus die notwendigen Maßnahmen, um deine Webseite auf mehr Geschwindigkeit zu optimieren.

Generell rate ich dir von Massenhostern, wie Strato, 1&1 Ionos und HostEurope ab. Ich empfehle dir stattdessen dringend, ein paar Euro in ein vernünftiges Hosting-Paket zu investieren. Folgende Anbieter kann ich dir ans Herz legen:

2.2 Installiere ein WordPress-Caching-Plugin

WordPress erzeugt von Natur aus dynamische Seiten. Das bedeutet, dass das Laden einer Seite zahlreiche Datenbankabfragen auslöst. Es werden beispielsweise eingebundene Bilder, Texte und Kommentare aus der Datenbank abgerufen.

Jede dieser Datenbankabfragen nimmt natürlich etwas Zeit in Anspruch.

Für manche Websites, deren Inhalte sich schnell ändern ist das dynamische Laden sinnvoll. Für die meisten Blogs und Webseiten hat es jedoch keine Vorteile.

Ein Caching-Plugin generiert aus diesen dynamischen Inhalten statische Seiten. Somit müssen einzelne Seiten nicht jedes neu zusammengebaut werden, was die nötige Zeit Darstellung einer Website drastisch reduziert. Folgende Caching-Plugins haben sich bei mir bewährt:

2.3 Optimiere deine Bilder

Bilder erwecken deine Inhalte zum Leben und tragen  zum Engagement bei, was erwiesenermaßen zu einer längeren Verweildauer führt.

Gleichzeitig sind nicht optimierte Bilder aber auch einer der häufigsten Gründe für Probleme bei der Ladezeit.

Setze diese Tipps um, damit dir das nicht passiert:

2.3.1 Lade Bilder direkt in der richtigen Größe hoch

Die meisten Bilder, die man mit der eigenen Kamera gemacht oder aus dem Internet heruntergeladen hat sind zu groß. In ihren Originalformaten können Fotos riesige Dateigrößen haben.

Dabei beziehe ich mich an dieser Stelle auf die Bilddimensionen. Mit diesen Bilddimensionen geht jedoch auch eine enorme Dateigröße einher. Speichere Bilder deshalb vor dem Upload in die WordPress-Mediathek genau in der Größe ab, in der du sie auch wirklich brauchst.

2.3.2 Installiere dir ein Plugin zur Bildkomprimierung

Und selbst jetzt, wo deine Bildgröße verkleinert hast, ist der Großteil der Bilder schlichtweg noch zu groß für deine Webseite.
Bei den meisten Bilddateien kannst du durch Bildkomprimierung ohne merkliche Qualitätsverluste nochmal gut 30%-50% der Dateigröße einsparen.
Am einfachsten ist es, für die Komprimierung das WordPress-Plugin

zu verwenden, welches es zum einen erlaubt, eine Massenkomprimierung bereits hochgeladener Bilder vorzunehmen und zum anderen alle neu hochgeladenen Bilder automatisch zu komprimieren.

Hinweis: Du kannst Bilder natürlich auch bereits im Bildbearbeitungsprogramm deiner Wahl komprimieren. Da man dazu neigt, das zu vergessen empfehle ich dir, stattdessen lieber EWWW Image Optimizer zu installieren und diesen Schritt zu automatisieren.


2.3.3 Stelle adaptive Bilder bereit

Darüber hinaus kann auch das Bereitstellen adaptiver Bilder die Ladezeit deiner Seite noch etwas verbessern.

Lass mich das kurz erklären: Wenn du Bilder in deine WordPress-Mediathek hochlädst, musst du dich entscheiden, ob du entweder große, qualitativ hochwertige Bilder hochlädst, die besonders auf Smartphones jedoch eine enorme Ladezeit verursachen. Oder du kannst kleinere Bilder verwenden, die zwar auch auf Mobilgeräten schnell geladen werden, jedoch für größere Bildschirme ungeeignet sind.

Aus dieser Zwickmühle helfen dir adaptive Bilder.

Adaptiv bedeutet, dass verschieden große Bilder für verschiedene Bildschirmgrößen geladen werden. Somit kannst du kleine Bilder für Mobilgeräte und größere Formate für große Bildschirme bereitstellen.

Gute WordPress Premium-Themes bringen von Haus aus adaptive Bilder mit. Falls das bei dir nicht der Fall ist, kannst du dir einfach das (zu Unrecht völlig unterschätzte) Plugin

installieren und diese Funktion nachrüsten.

2.4 Halte WordPress auf dem neuesten Stand

Eigentlich selbstverständlich, aber ich kann es einfach nicht oft genug wiederholen:

Zuverlässigkeit, Sicherheit und Geschwindigkeit deiner WordPress-Seite hängen eng miteinander zusammen.

Jede Aktualisierung von WordPress, Themes und Plugins bringt nicht nur neue Funktionen mit, sondern behebt auch Sicherheitsprobleme und Fehler, welche die Ladezeit erhöhen können.

Also mach regelmäßig Updates.

2.5 Lade Audio- und Video-Dateien nicht direkt in WordPress hoch

Du kannst Audio- und Videodateien direkt in deine WordPress-Mediathek hochladen, und sie werden automatisch in einem HTML5-Player angezeigt. Cool, oder?🙂

Mach das NIEMALS!

Das Hosten von Audio und Videos kostet vor allem Bandbreite, welche dir ein normales Webhosting-Paket nicht bieten kann. Daher ist dieses Vorgehen auch bei den meisten Webhostern nicht gern gesehen.

Das Hosting großer Mediendateien erhöht außerdem deine Backup-Größen enorm und erschwert es dir, WordPress aus dem Backup wiederherzustellen oder zu einem späteren Zeitpunkt umzuziehen.

Verwende stattdessen Audio- und Video-Hosting-Dienste wie YouTube, Vimeo, DailyMotion, SoundCloud usw. Diese Dienste haben eine Infrastruktur, die speziell auf das Hosting dieser Dateien zugeschnitten ist.

Tipp: WordPress verfügt über eine eingebaute Einbettungsfunktion, so dass du die URLs von Videos und Soundateien direkt in deinen Beitrag kopieren kannst und diese dann automatisch eingebettet werden.


2.6 Räum dein Plugin-Verzeichnis auf

Einer der Vorteile von WordPress sind die zahlreichen Plugins, mit denen sich Seiten nahezu  beliebig erweitern lassen.
Doch das hat auch Schattenseiten.

Plugins laden oft unnötig viele CSS- oder JS-Dateien oder verlangsamen WordPress durch zu viele Datenbankabfragen.

Deswegen gilt: Je weniger Plugins, desto besser!

Geh regelmäßig die Liste deiner Plugins durch und frag dich: Brauche ich das wirklich?  Und wenn nein, dann weg damit! Plugins die du nur ab und zu nutzt, kannst deaktivieren und einfach wieder aktivieren, wenn du sie brauchst.

Hinweis: Du kannst einzelne Plugins auch selber auf ihre Geschwindigkeit testen. Führe einfach Geschwindigkeitstests vor und nach der Installation eines Plugins durch, um die Auswirkungen auf die Leistung zu vergleichen.


2.7 Verwende ein schlankes Theme

Besonders Themes auf Basis von Pagebuilldern wie z. B. Avada, Enfold,  Divi etc. bieten eine Unmenge an  Einstellungsmöglichkeiten, Integrationen und visuellen Elementen an, welche die Gestaltung einer Webseite erheblich vereinfachen.

So toll dieses Baukasten-Prinzip auch ist, werden dabei jedoch viele Funktionen und Elemente geladen, die du gar nicht verwendest. Unnötig viele oder unnötig große CSS- und JavaScript-Dateien ziehen deine Ladezeit in den Keller.

Natürlich ist es möglich auch diese Probleme in den Griff zu bekommen. Einfacher ist es jedoch, sich im Voraus für ein Theme zu entscheiden, das nur die Funktionen mitbringt, die du auch wirklich brauchst.

Eine Liste schlanker und schicker WordPress-Themes findest du im Artikel Die besten WordPress-Themes und wo du sie findest.

2.8 Fasse CSS- und Javascript-Dateien zusammen

Wie bereits beschrieben werden WordPress-Seiten häufig durch zu viele geladene Javascript- und CSS-Dateien verlangsamt. Dabei ist meistens noch nicht einmal die Größe dieser Dateien, sondern deren schiere Anzahl schuld an langen Ladezeiten.

Dem lässt sich entgegenwirken, indem man so viele JS- und CSS-Dateien wie möglich zusammenfasst, um die Anzahl an Server-Requests zu reduzieren.

Du kannst das natürlich händisch machen – sei dir dabei aber bewusst, dass das viel Vorwissen in der WordPress-Programmierung erfordert.
Einfacher ist es, wenn du hierfür ein Plugin verwendest. Ich habe gute Erfahrungen mit

gemacht.

wordpress schneller machen: fast velocity minify

Bereits mit den Standard-Einstellungen dieses Plugins kannst du durch Zusammenfassung von JS- und CSS-Dateien einiges an Ladezeit einsparen.

Hinweis: Ein weiteres beliebtes Plugin hierfür ist Autooptimize. Da kurz vor der Veröffentlichung dieses Artikels eine kritische Sicherheitslücke in Autooptimize gefunden wurde, kann ich dir dieses Plugin leider nicht mehr mit gutem Gewissen empfehlen.


2.9 Optimiere Hintergrundprozesse

Hintergrundprozesse sind geplante Aufgaben, die im Hintergrund deiner WordPress-Seite laufen, zum Beispiel:

  • Veröffentlichung geplanter Beiträge
  • Suche nach Updates
  • WordPress-Backup-Plugins

Prozesse wie geplante Beiträge und Aktualisierungen haben minimale Auswirkungen auf die Geschwindigkeit deiner Webseite. Andere Hintergrundprozesse wie Backup-Plugins können deine Website jedoch verlangsamen.

Stelle deshalb sicher, dass Plugins im Hintergrund (wie z.B. die genannten Backup-Plugins) während Zeiten mit geringem Traffic laufen.


2.10 Verwende Auszüge auf der Homepage und in Archiven

Standardmäßig zeigt WordPress den vollständigen Inhalt jedes Artikels auf der Startseite und in Archiven an. Das wirkt sich besonders bei langen Artikeln natürlich auch die Ladezeit aus (und nebenbei hält es Nutzer davon ab den eigentlichen Artikel zu besuchen).

Um dieses Problem zu umgehen, navigierst du in WordPress unter Einstellungen > Lesen  zu Artikel in einem Feed anzeigen und wählst Zusammenfassung anstelle von Volltext aus.


2.11 Optimiere den Kommentarbereich

Wenn du viele Kommentare bekommst, ist das erstmal ein sehr gutes Zeichen. Die Schattenseite ist, dass das Laden dieser Kommentare die Geschwindigkeit deiner Website beeinträchtigt. Das kannst du dagegen tun:

2.11.1 Teile Kommentare in Seiten auf

WordPress verfügt über eine integrierte Lösung, um Kommentare in Seiten aufzuteilen. Geh dazu einfach zu Einstellungen > Diskussion und setze das Häkchen bei Kommentare in Seiten aufteilen.

2.11.2 Deaktiviere oder Cache Gravatar

Wenn ein Blogartikel viele Kommentare hat, kann es sein, dass das die  Ladezeit des Artikels extrem verlangsamt, weil das Gravatar-Bild eines jeden Kommentators geladen wird.

Abhilfe schafft das Plugin FV Gravatar Cache,  mit dessen Hilfe Gravatar-Bilder auf dem eigenen Server  zwischengespeichert werden.

Alternativ kannst du eigene Avatar-Bilder auch komplett ausschalten und durch ein Standard-Bild ersetzen.

2.11.2 Lade Kommentare mit Lazyload

Lazyload ist eine Technik, die genau die Inhalte nachläd, die gerade auf dem Bildschirm zu sehen sind. Das reduziert natürlich die Ladezeit enorm.

Leider ist Lazyloading und dementsprechend auch das nachträgliche Laden von Kommentaren nicht von Anfang an bei WordPress integriert.

Du kannst die Funktion jedoch mithilfe des Plugins

nachrüsten. Das Plugin ist kostenlos noch dazu recht leichtgewichtig.


2.13 Deaktiviere Emojis

Einige Funktionen in WordPress beeinflussen die Ladezeit negativ und sind nicht unbedingt nötig. So wird zum Beispiel ein kleines Skript geladen, dass den Emoji-Support in älteren Browsern sicherstellt. Du kannst das relativ bedenkenlos ausschalten und damit einen Request einsparen.

Das Emoji-Script ist in den Standard-Einstellungen von Fast Minify Velocity bereits deaktiviert. Wenn du Fast Minify Velocity nicht nutzt, kannst du das auch mit dem Plugin Disable Emojis erledigen.

2.14 Verwende die neuste PHP-Version

WordPress ist hauptsächlich in PHP geschrieben. PHP ist eine serverseitige Programmiersprache. Das bedeutet es wird auf dem Server des Webhosters installiert.

Gute Webhoster verwenden in der Regel die aktuellste PHP-Version auf ihren Servern. Es ist jedoch möglich, dass dein Hoster eine etwas ältere PHP-Version verwendet. Wenn du deine Webseite schon etwas länger betreibst kannst es auch vorkommen, dass du im Einstellungs-Bereich deines Webhosters händisch auf die nächsthöhere Version umstellen musst.

Durch die Umstellung deines Servers von PHP 5 auf PHP 7 kannst du  deine WordPress-Seite deutlich beschleunigen. Mitunter wird deine Website dadurch doppelt so schnell.

Hinweis: Teste, nach der Umstellung der PHP-Funktion auf jeden Fall noch, ob noch alles so funktioniert, wie es soll.

2.15 Aktiviere Browsercaching

Wenn das Browser-Caching aktiviert ist, speichern Browser die auf deiner Website geladenen Dateien lokal auf dem Computer und müssen nicht bei  jedem weiteren Seitenaufruf alle Dateien neu von deinem Server herunterladen.

Das verkürzt die Ladezeit enorm. Deswegen ist es essenziell, Browsern das Zwischenzuspeichern zu erlauben.

Die Aktivierung des Browser-Caching kannst du über die .htaccess-Datei vornehmen. Dazu fügst du dort einfach folgenden Code ein:

ExpiresActive On
ExpiresByType application/font-woff A31536000
ExpiresByType application/java A31536000
ExpiresByType application/javascript A31536000
ExpiresByType application/json A31536000
ExpiresByType application/msword A31536000
ExpiresByType application/pdf A31536000
ExpiresByType application/vnd.ms-access A31536000
ExpiresByType application/vnd.ms-excel A31536000
ExpiresByType application/vnd.ms-fontobject A31536000
ExpiresByType application/vnd.ms-opentype A31536000
ExpiresByType application/vnd.ms-opentype A31536000
ExpiresByType application/vnd.ms-powerpoint A31536000
ExpiresByType application/vnd.ms-project A31536000
ExpiresByType application/vnd.ms-write A31536000
ExpiresByType application/vnd.oasis.opendocument.chart A31536000
ExpiresByType application/vnd.oasis.opendocument.database A31536000
ExpiresByType application/vnd.oasis.opendocument.formula A31536000
ExpiresByType application/vnd.oasis.opendocument.graphics A31536000
ExpiresByType application/vnd.oasis.opendocument.presentation A31536000
ExpiresByType application/vnd.oasis.opendocument.spreadsheet A31536000
ExpiresByType application/vnd.oasis.opendocument.text A31536000
ExpiresByType application/x-font-otf A31536000
ExpiresByType application/x-font-ttf A31536000
ExpiresByType application/x-gzip A31536000
ExpiresByType application/x-javascript A31536000
ExpiresByType application/x-msdownload A31536000
ExpiresByType application/x-shockwave-flash A31536000
ExpiresByType application/x-tar A31536000
ExpiresByType application/zip A31536000
ExpiresByType audio/midi A31536000
ExpiresByType audio/mpeg A31536000
ExpiresByType audio/ogg A31536000
ExpiresByType audio/wav A31536000
ExpiresByType audio/wma A31536000
ExpiresByType audio/x-realaudio A31536000
ExpiresByType image/bmp A31536000
ExpiresByType image/gif A31536000
ExpiresByType image/jpeg A31536000
ExpiresByType image/png A31536000
ExpiresByType image/svg+xml A31536000
ExpiresByType image/svg+xml A3600
ExpiresByType image/tiff A31536000
ExpiresByType image/x-icon A31536000
ExpiresByType text/css A31536000
ExpiresByType text/html A3600
ExpiresByType text/javascript A31536000
ExpiresByType text/plain A3600
ExpiresByType text/richtext A3600
ExpiresByType text/x-component A31536000
ExpiresByType text/x-js A31536000
ExpiresByType text/xml A3600
ExpiresByType text/xsd A3600
ExpiresByType text/xsl A3600
ExpiresByType video/asf A31536000
ExpiresByType video/avi A31536000
ExpiresByType video/divx A31536000
ExpiresByType video/mp4 A31536000
ExpiresByType video/mpeg A31536000
ExpiresByType video/quicktime A31536000

2.16 Aktiviere die Komprimierung

Die Aktivierung der Komprimierung steigert die Ladezeit deiner Website deutlich. Es gibt zwei Varianten der Komprimierung: gzip und mod_deflate.

Diese komprimieren sowohl Dateien wie Bilder, als auch die Systemdateien und WordPress-Templates. Alles was du tun musst, ist einen kurzen Codeschnipsel in die .htaccess einzufügen.

Dazu loggst du dich lediglich auf deinem FTP-Server ein. Anschließend öffnest du die .htaccess-Datei deiner Website mit einem Editor und fügst folgenden Code ein:

<ifModule mod_gzip.c>
mod_gzip_on Yes
mod_gzip_dechunk Yes
mod_gzip_item_exclude mime ^image/.*
mod_gzip_item_exclude rspheader ^Content-Encoding:.*gzip.*
mod_gzip_item_include file .(html?|txt|css|js|php|pl)$
mod_gzip_item_include handler ^cgi-script$
mod_gzip_item_include mime ^application/x-javascript.*
mod_gzip_item_include mime ^text/.*
</ifModule>

<IfModule mod_deflate.c>
AddOutputFilterByType DEFLATE text/plain
AddOutputFilterByType DEFLATE text/html
AddOutputFilterByType DEFLATE text/xml
AddOutputFilterByType DEFLATE text/css
AddOutputFilterByType DEFLATE application/xml
AddOutputFilterByType DEFLATE application/xhtml+xml
AddOutputFilterByType DEFLATE application/rss+xml
AddOutputFilterByType DEFLATE application/javascript
AddOutputFilterByType DEFLATE application/x-javascript
</ifModule>

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Hi ich bin Andy, Blogger, SEO-Nerd und Gründer von Digitales Mojo. Digitales Mojo ist aus meinem festen Glauben heraus entstanden, dass jeder von uns Wissen und Fähigkeiten in sich trägt, um das Leben anderer besser und lebenswerter zu machen.

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