Das Wichtigste kurz zusammengefasst
- Investiere mindestens 5-10 Euro pro Monat in leistungsstarkes Webhosting, um eine höhere Zuverlässigkeit und schnellere Ladezeiten zu gewährleisten.
- Die Nutzung eines guten Caching-Plugins kann die Ladegeschwindigkeit um bis zu 95% verbessern; WP Rocket kostet jährlich etwa 59 Dollar, liefert aber sofortige Ergebnisse ohne umfangreiche Konfiguration.
- Optimierung der Bilder auf das WebP-Format kann die Dateigröße um 20-30% reduzieren, was zu schnelleren Ladezeiten führt; Plugins wie Imagify ermöglichen die monatliche kostenlose Optimierung von bis zu 200 Bildern.
Kennst du das?
Während deine WordPress-Seite lädt, könntest du dir nicht nur einen Kaffee holen – du hättest auch genügend Zeit, eine Kaffeepflanze zu ziehen, die Bohnen zu rösten und zu mahlen 😅
Dann solltest du dringend handeln. Denn niemand mag langsame Websites. Und Studien zeigen: Mit jeder Millisekunde Ladezeit springen mehr Leser ab.
Behandelt dieser Artikel alle Tricks, um WordPress schneller zu machen? Nein. Ich konzentriere mich auf die wichtigsten Tipps, mit denen du nach meiner Erfahrung die Geschwindigkeit deiner Seite dramatisch steigern kannst.
TL;DR
1. Entscheide dich für einen hochwertigen Webhoster
Webhoster gibt es wie Sand am Meer. Und viele davon werben mit niedrigen Preisen. Da ist der Gedanke naheliegend einfach den billigsten zu nehmen.
Klingt verlockend. Ist aber selten eine gute Idee.
Was ist das Problem mit Billighostern?
Auch Webhoster mit günstigen Preisen wollen Geld verdienen. Deshalb werden einfach mehr Websites auf einen Webserver gepackt.
Wenn du dich für ein Webhosting-Paket für 1,50 Euro entscheidest, musst du deshalb mit mehr Ausfällen und einer langen Ladezeit deiner Website rechnen.
Am Ende kostet dich das Zeit, Nerven und Besucher.
Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen: Es lohnt sich, ein paar Euro mehr im Monat zu investieren. Deine Website läuft zuverlässiger und schneller. Und du bekommst meistens auch einen Support, der dir im Notfall wirklich hilft.
Welche Webhoster sind empfehlenswert?
Mit diesen Webhostern habe ich bisher gute Erfahrungen gemacht:
Hast du überhaupt keinen Bock, dich mit der Technik zu beschäftigen? Dann greife zu Managed Webhosting wie HostPress oder Raidboxes. Diese kosten zwar etwas mehr, aber halten dir die Technik von der Backe:
2. Installiere ein Caching-Plugin
Ein Caching-Plugin kann WordPress deutlich beschleunigen. Und gehört deshalb zu jeder WordPress-Installation dazu.
Was bedeutet denn jetzt Caching genau?
Achtung, jetzt wird es ein wenig technisch: Beim Aufruf einer Seite ruft WordPress Bilder, Texte, Scripte und Kommentare aus der Datenbank ab und baut diese zusammen. Das kostet jedes Mal etwas Zeit. Weil sich die meisten Artikel und Seiten nur selten ändern, lohnt sich dieses Zusammenbauen bei jedem Seitenaufruf meistens nicht.
Ein Caching-Plugin speichert deine Seiten als fertige HTML-Dateien ab, statt sie bei jedem Aufruf neu zu generieren. Das spart Zeit und sorgt für deutlich schnellere Ladezeiten.
Es gibt beispielsweise mit W3 Total Cache, WP Super Cache oder Cachify zahlreiche kostenlose Caching-Plugins für WordPress. Wenn du dich ein wenig mit den Einstellungen beschäftigst, tun die meisten dieser Plugins was sie sollen.
TIPP
Ich habe bereits mehrere Caching-Plugins getestet. Mit WP Rocket habe ich bisher die besten Ergebnisse erzielt. Und nutze es daher in jedem Projekt. WP Rocket ist zwar nicht kostenlos, aber die rund 59$ im Jahr sind auf jeden Fall eine lohnenswerte Investition. Während andere Tools viele Einstellungen und Bastelarbeit verlangen, liefert WP Rocket nachdem du das Plugin aktiviert hast sofort gute Ergebnisse.
3. Optimiere deine Bilder
Zu große Bilder in den falschen Bildformaten sind und einer der häufigsten Gründe für Probleme bei der Ladezeit.
Die meisten Bilder, die man mit der eigenen Kamera gemacht oder aus dem Internet heruntergeladen hat, sind zu groß. In ihren Originalformaten können Fotos riesige Dateigrößen haben. Und das selbst, wenn man sie auf dem PC schon in einer niedrigeren Qualitätsstufe gespeichert hat.
In der Regel kannst du JPG-Bilder mit der richtigen Komprimierung immer noch um 20% bis 40% kleiner machen, ohne dass die Qualität darunter leidet.
Dazu kommt, dass Bilder im JPG- und PNG-Format eigentlich gar nicht mehr zeitgemäß sind. Stattdessen empfehle ich dir, Bilder im Format WebP zu verwenden.
Was ist das WebP-Format?
WebP ist ein modernes Bildformat, das von Google entwickelt wurde. Und es ist ein echter Game-Changer für die Ladegeschwindigkeit deiner Website. WebP-Bilder sind bei gleicher Qualität nochmal um bis zu 30% kleiner als herkömmliche JPEG- oder PNG-Dateien.
Mittlerweile wird WebP von allen modernen Browsern unterstützt. Du kannst WebP also bedenkenlos einsetzen.
Wie optimierst du deine Bilder am besten?
Du hast zwei Optionen:
1. Um alle Bilder der eigenen WordPress-Installation zu komprimieren, kannst du auf dem eigenen Computer Programme, wie z. B. ImageOptim (Mac), den File Optimizer (Windows) oder auch Photoshop benutzen. Geht, kostet aber Zeit und ist bei hunderten Bildern irgendwie zermürbend 😀
2. Einfacher ist es für die Komprimierung ein WordPress-Plugin, wie EWWW Image Optimizer oder Compress JPEG & PNG images zu verwenden. Diese erlauben die Massenkomprimierung bereits hochgeladener Bilder. Alle neu hochgeladenen Bilder werden automatisch komprimiert.
TIPP
Für die Optimierung deiner Bilder kann ich dir Imagify ans Herz legen. Imagify komprimiert deine Bilder und wandelt sie automatisch in Formate wie WebP um. Für die Optimierung verwende das Plugin eigene Imagify-Server und belastet damit deinen Webserver nicht. Mit dem kostenlosen Tarif kannst du bis zu 200 Bilder im Monat optimieren. Da Imagify wie WP Rocket aus dem Hause WP Media stammt sind die beiden Plugins außerdem zu 100% kompatibel und kommen sich nicht in die Quere.
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4. Verwende ein schlankes WordPress-Theme
Themes wie Avada, Enfold oder Divi versprechen dir unendliche Möglichkeiten: Hunderte Einstellungsoptionen, unzählige Integrationen und Design-Elemente für jeden erdenklichen Zweck.
Klingt erst mal fantastisch, oder?
Was ist denn das Problem mit Pagebuildern?
Leider haben diese Alleskönner-Themes einen entscheidenden Nachteil: Sie laden massenhaft Funktionen und Elemente, die du überhaupt nicht brauchst:
- Aufgeblähte CSS-Dateien mit Styles für Features, die du nie nutzt
- Javascript-Bibliotheken für Funktionen, die auf deiner Seite gar nicht vorkommen
- Das führt zu endlos langen Ladezeiten, die deine Besucher nerven
Klar, du kannst versuchen, diese Probleme nachträglich in den Griff zu bekommen. Aber mal ehrlich: Warum solltest du dir das antun?
Was ist die Alternative?
Überlege dir gut, ob du wirklich ein Pagebuilder-Theme brauchst. Oft reicht ein schlankes Theme mit einem modernen Block-Editor vollkommen aus – und deine Website dankt es dir mit deutlich besserer Performance 🙂
TIPP
Eine Liste schlanker und schicker WordPress-Themes findest du im Artikel Die besten WordPress-Themes und wo du sie findest.
5. Reduziere die Anzahl deiner WordPress-Plugins
Einer der Vorteile von WordPress sind die zahlreichen Plugins, mit denen sich WordPress nahezu beliebig erweitern lässt.
Was ist das Problem mit meinen 64 WordPress-Plugins?
Plugins laden oft unnötig viele CSS- oder JS-Dateien nach oder verlangsamen WordPress durch zu viele Datenbankabfragen. Deswegen gilt: Je weniger Plugins, desto besser!
Geh deshalb regelmäßig die Liste deiner Plugins durch und frag dich: Brauche ich das wirklich? Und wenn nein, dann weg damit! Plugins die du nur ab und zu nutzt, kannst deaktivieren und einfach wieder aktivieren, wenn du sie brauchst.
TIPP
Du kannst einzelne Plugins auch selber auf ihre Geschwindigkeit testen. Führe einfach Geschwindigkeitstests mit aktiviertem und deaktiviertem Plugin durch, um die Auswirkungen auf die Leistung zu vergleichen.
6. Optimiere CSS- und Javascript-Dateien
Oft ist der Grund für lange Ladezeiten nicht die Größe einzelner Dateien, sondern die schiere Masse an Javascript- und CSS-Dateien, die geladen werden müssen. Genau diese vielen kleinen Anfragen bremsen deine Website aus.
Fasse deine JS- und CSS-Dateien deshalb zusammen und reduziere so die Anzahl der Anfragen an den Webserver drastisch.
Wie gehst du das an?
Grundsätzlich hast du zwei Möglichkeiten:
1. Händische Optimierung: Du kannst Javascript- und CSS-Dateien von Hand zusammenfassen. Das erfordert allerdings einiges an Vorwissen in der WordPress-Programmierung und ist fehleranfällig. Wenn du nicht gerade ein Nerd bist, der einfach nur Spaß am Programmieren hat, kann ich dir das nicht empfehlen.
2. Plugin-Lösung: Deutlich einfacher und schneller geht es mit einem Plugin. Ich habe gute Erfahrungen mit den folgenden beiden gemacht:
Beide Plugins funktionieren bereits mit den Standard-Einstellungen sehr gut. Du musst also kein Entwickler sein, um deutliche Verbesserungen bei der Ladezeit zu erzielen.
TIPP
Falls du keine Lust hast, ein zusätzliches Plugin zu installieren: WP Rocket bietet diese Funktionen ebenfalls an. Wenn du WP Rocket bereits nutzt, kannst du die Javascript- und CSS-Optimierung direkt dort aktivieren.
Häufige Fragen
Warum ist die Geschwindigkeit deiner Webseite wichtig?
Die Optimierung der Ladezeit wird von vielen Bloggern und Webseiten-Betreibern vernachlässigt. Kein Wunder, schließlich handelt es sich nicht gerade um ein spannendes Thema. Warum trotzdem kein Weg um eine schnelle Webseite herum führt:
- Nutzerfreundlichkeit: Zunächst mal ist die Ladezeit der Faktor schlechthin für die Nutzerfreundlichkeit deiner Seite. Eine langsame Website bedeutet, dass die Benutzer deine Website möglicherweise verlassen, bevor sie überhaupt geladen ist. Diese Nutzer abonnieren keinen Newsletter, kaufen keine Produkte und folgen dir auch nicht auf Instagram.
- Ranking in Suchmaschinen: Mit dem ab Juni 2021 ausgerollten Google Page Experience Update ist die Ladegeschwindigkeit von Seiten ein direkter Rankingfaktor. Langsame Seiten stehen in den Suchergebnissen weiter hinten, was weniger Traffic bedeutet.
- Anzeige-Wahrscheinlichkeit in sozialen Netzwerken: Auch soziale Netzwerke beziehen die Ladegeschwindigkeit von Seiten mit ein: Unter Umständen kann auch die Anzeige-Wahrscheinlichkeit deiner Webseiten im Facebook-Newsfeed darunter leiden.
Was verlangsamt deine WordPress-Seite?
Meiner Erfahrung nach sind die Gründe für langsame WordPress-Webseiten immer dieselben:
- Webhosting: Man bekommt ein Hosting-Paket inkl. Domain schon ab 1,00 € im Monat. Aber Vorsicht: Wer bei der Auswahl des passenden Hosters nur nach dem Preis geht, zahlt am Ende drauf. Wenn dein Webserver nicht richtig konfiguriert ist, beeinträchtigt das die Geschwindigkeit deiner Webseite.
- Plugins und Themes: Gerade PageBuilder-Themes sind oft mit einer Menge unnötiger Funktionen ausgestattet und entpuppen sich oftmals als wahre Bremsen. Ebenso verhält es sich mit überflüssigen oder schlecht kordierten Plugins.
- Externe Scripte: Externe Scripte wie Anzeigen, Schriften etc. haben einen großen Einfluss auf die Leistung deiner Website. Versuche deshalb, die Verwendung externer Scripte zu minimieren.
- Bilder:
Wie kann ich die Ladegeschwindigkeit meiner Website messen?
Um herauszufinden, ob bei der Ladezeit deiner WordPress-Seite Verbesserungspotenzial besteht und ob Optimierungsmaßnahmen etwas bringen, solltest du deine Ladezeit regelmäßig testen. Es gibt hierfür eine ganze Reihe an Tools und Möglichkeiten:
- Google Analytics: Google-Analytics verfügt ebenfalls über Funktionen zur Messung der Ladezeit deiner Seite. Im Gegensatz zu den übrigen Tools geschieht dies nicht nur einmalig, sondern permanent, bei jedem Seitenaufruf. Somit kannst du beobachten, wie sich deine Seite in bestimmten Situationen verhält, wie zum Beispiel zu Spitzenzeiten, beim Newsletterversand oder während dem Anlegen von Backups.
- Google PageSpeed Insights: Da hinter der dem PageSpeed-Test unserer Lieblingssuchmaschine selbstverständlich dieselbe Technologie steckt, die auch zur Messung der Geschwindigkeit beim Carwling von Seiten verwendet wird, ist dieses Tool deine erste Anlaufstelle.
- GTMetrics: Zusätzlich empfehle ich die Nutzung von GTMetrics, um weitere Optimierungspotenziale ausfindig zu machen.
- Chrome DevTools: Auch im Tab Performance der Chrome DevTools findest du Informationen zur Seitenladezeit. Vorteil ist, dass dieses Tool die Geschwindigkeit von deinem Computer, an deinem Standort aus misst.
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