WordPress lernen: Kostenlose Anleitung für Einsteiger und Fortgeschrittene

Es ist zum Haare Raufen.

Du möchtest WordPress lernen, aber weißt nicht, wo du anfangen sollst. Es gibt tausende Blogs, Foren, Online-Kurse, Webinare, Konferenzen und Videos.

Das Problem dabei: Viele dieser Anleitungen sind für WordPress-Profis oder Programmierer erstellt worden und sind kompliziert geschrieben oder setzen umfassendes Fachwissen voraus.

Da ist es schwierig, den richtigen Einstieg zu finden.

Aber keine Panik: Die Fragen und Anleitungen, die du auf dieser Seite findest, richten sich an Anfänger und Fortgeschrittene. Wenn du eine oder mehrere der folgenden Fragen mit Ja beantworten kannst, bist du hier genau richtig:

  • Du willst einen Blog erstellen.
  • Du willst wissen was WordPress ist und wie es funktioniert.
  • Du willst einen Blog oder ein Online-Business aufbauen und WordPress als technische Basis verwenden, ohne dich tief in der Programmierung oder technischen Fragen zu verfangen.
  • Du möchtest lernen wie man WordPress richtig installiert und einrichtet.
  • Du willst in WordPress lernen, deine Seite mit weningen Zeilen CSS- oder PHP-Code nach deinen Vorstellungen anzupassen.

Tipp: Hast du dich entschieden einen Blog zu erstellen und suchst nach Anleitungen? Dann schau dir unbedingt meinen Leitartikel Blog erstellen: In drei einfachen Schritten zum erfolgreichen Expertenblog an.

Table Of Contents

WordPress-Hosting

Bevor du loslegen kannst, musst du dir einen passenden Webhoster suchen.

Vereinfacht ausgedrückt stellt dir ein Webhoster Speicherplatz für deine Webseite oder deinen Blog zur Verfügung. Die  Auswahl an Webhostern ist nicht nur riesig, sondern sie alle haben auch  verschiedene Pakete zu unterschiedlichen Preisen im Angebot. Das macht es schwierig, Angebote zu vergleichen und das richtige auszuwählen.

Ein  wichtiges Kriterium ist zum Beispiel der Serverstandort. Er liegt aus  Gründen des Datenschutzes und der schnelleren Ladezeit bestenfalls in  Deutschland.

Die folgende Auswahl an Webhostern bieten Server mit Standort in Deutschland:

Für den Anfang solltest du darauf achten, dass dein gebuchtes Webhosting-Paket folgende Mindestanforderungen erfüllt:

  • PHP 7.4
  • WordPress 5.4-Kompatibilität
  • Mindestens eine MySQL-Datenbank
  • Ein SSL-Zertifikat
  • Unbegrenzter Traffic
  • Eine Domain

Vorsicht: Die Möglichkeit dir kostenlos einen Blog auf wordpress.com zu erstellen klingt zunächst verlockend, hat allerdings große Nachteile. Zum einen ist der Funktionsumfang im Gegensatz zu einer selbst gehosteten WordPress-Installation stark eingeschränkt, zum anderen liegt der Serverstandort in den USA, was die Plattform im Hinblick auf die DSGVO nicht bedenkenlos nutzbar macht.

WordPress installieren und einrichten

Hast du dein Hosting-Paket gebucht, kannst du mit der Installation und Einrichtung von WordPress anfangen. Die Installation von WordPress dauert etwa eine halbe Stunde. Dazu sind folgende Schritte notwendig:

  1. Kaufe eine Domain und weise sie deinem Webspace zu
  2. Richte ein SSL-Zertifikat für deine Domain ein
  3. Sichere dein Installationsverzeichnis mit einem Passwortschutz
  4. Lege eine MySQL-Datenbank an
  5. Lade WordPress herunter und entpacke es
  6. Passe die wp-config.php an
  7. Lade Installationsdateien auf deinen Webspace hoch
  8. Führe das WordPress-Installationsskripts aus

Tipp: Im Artikel WordPress installieren für Dummies erkläre ich dir ausführlich, wie du WordPress installierst und einrichtest – und zwar von Anfang bis Ende. Wenn du die Schritte dieser Anleitung befolgst, erhältst du am Ende nicht nur eine WordPress-Installation, sondern eine sichere und vollständig eingerichtete Website.


Das WordPress-Backend kennenlernen

Du hast WordPress installiert und eingerichtet und stehst zum ersten Mal in deinem WordPress-Backend. Das WordPress-Backend ist die Schaltzentrale deiner WordPress-Seite und besteht aus folgenden Bereichen:

  • WordPress-Login Screen: Hier kannst du dich einloggen und ggf. dein Passwort zurücksetzen.
  • WordPress-Dashboard: Im Dashboard findest du einen Überblick über die neusten Kommentare, Beiträge und WordPress-Events
  • Medien: Im Bereich Medien kannst du Bilder und Dateien auf deine WordPress-Seite hochladen, bearbeiten oder löschen.
  • Seiten: Erstelle, bearbeite und lösche Seiten in WordPress.
  • Beiträge: Erstelle, bearbeite und lösche Beiträge in WordPress.
  • Design: Suchen, Installieren und Aktivieren von WordPress-Themes, um das Webdesign zu verändern.
  • Plugins: Suchen, Installieren und Aktivieren von Plugins zur Funktionserweiterung von WordPress.
  • Benutzer: Die Benutzerverwaltung von WordPress.
  • Einstellungen: Hier findest du verschiedene Einstellungen zu Bildern, Permalinks, Kommentaren und zum Lesen und Schreiben deiner WordPress-Seite.

Hinweis: Obwohl Seiten und Beiträge bei der Erstellung fast gleich aussehen, gibt es hier einen fundamentalen Unterschied. Beiträge tauchen in umgekehrter chronologischer Reihenfolge auf deiner Seite auf und werden in Kategorien sortiert. Seiten haben hingegen kein Datum und keine Kategorien. Beiträge sind für die eigentlichen Blogposts deiner WordPress-Seite gedacht, wohingegen Seiten auf die Darstellung statischer Inhalte ausgelegt sind (Impressum, Über-Mich-Seite, Landingpages etc.)


Sieht erstmal ziemlich aufgeräumt und übersichtlich aus, oder? 😉 Doch das bleibt nicht lange so: Durch das Installieren von Plugins lässt sich der Funktionsumfang deines WordPress-Backends deutlich erweitern und es kommen neue Menüpunkte und Funktionen hinzu.

WordPress-Themes auswählen und installieren

WordPress-Themes sind fertig einsetzbare Designvorlagen. Sie bieten dir die Möglichkeit das Webdesign deiner WordPress-Seite mit nur wenigen Klicks zu verändern.Für den Anfang sind WordPress-Themes deshalb eine schnelle und kostengünstige Lösung.

Aber worauf solltest du bei der Theme-Suche achten? Die folgende Checkliste kann dir weiterhelfen:

  • Ist dein Theme für Mobilgeräte optimiert?
  • Wird das Theme regelmäßig aktualisiert? Ein gutes Indiz hierfür ist der Zeitpunkt des letzten Updates durch den Hersteller in der Theme-Datenbank
  • Ist das Theme auf die Darstellung langer Blog-Texte ausgelegt?
  • Was kostet dein Theme?
  • Wie schnell läd dein Theme? Um die Ladezeit eines Themes zu ermitteln, kannst du die Theme-Demo mit Tools wie GTMetrix testen.
  • Baut dein Theme auf Pagebuilern auf? Pagebuilder machen deine WordPress-Seite langsam und du wirst sie nur schwer wieder los.

Wenn du auf der Suche nach einem kostenlosen WordPress-Theme bist, solltest du es auf WordPress.org versuchen. Mit mehr als 3885  kostenlosen Themes ist es die größte kostenlose Theme-Sammlung.

Tipp: Im Artikel Die besten WordPress-Themes und wo du sie findest, habe ich die besten WordPress-Blog-Themes für dich gesammelt.


WordPress schneller machen

Du hast wahrscheinlich selber schon ihre Bekanntschaft gemacht: Es gibt Seiten, die laden und laden und laden.
Und laden.

Hand aufs Herz: Wie lange wartest du bis eine Seite in die Gänge kommt?

Es gibt Studien, die besagen, dass du bei einer Ladezeit von 3 Sekunden bereits ein Drittel deiner Besucher verloren hast. Grund genug, sich um die Ladezeit deiner WordPress-Seite zu kümmern.

Hier sind einige Quick-Wins:

  • Installiere ein WordPress-Caching-Plugin: Ich empfehle dir Cachify.
  • Optimiere deine Bilder: Hierbei kann dir das Plugin WWW Image Optimizer helfen
  • Lade Audio- und Video-Dateien nicht direkt in WordPress hoch: Lagere sie stattdessen auf Plattformen wie Vimeo, YouTube oder Spotify aus.
  • Fasse CSS- und Javascript-Dateien zusammen: Hierfür kannst du zum Beispiel das Plugin Fast Velocity Minify verwenden
  • Aktiviere Browsercaching: Dazu ist nur ein kleiner Eintrag in der Datei .htaccess auf deinem Webspace notwendig.

Tipp: Willst du es genauer wissen oder suchst du nach mehr Geschwindigkeit? 😀 Im Artikel WordPress schneller machen: Die ultimative Anleitung habe ich alles zusammengefasst, was du dazu wissen musst.


WordPress für Suchmaschinen optimieren

Deine WordPress-Seite steht, sieht gut aus und ist Pfeilschnell?

Glückwunsch, damit hast du soeben das Fundament für einen erfolgreichen WordPress-Blog gelegt.

Aber: Wenn du jetzt glaubst, dass du deshalb demnächst ganz oben bei Google zu finden bist, muss ich dich leider enttäuschen.  WordPress verhilft dir nicht wie durch Zauberhand zu guten Platzierungen  in Suchmaschinen. Um oben mitzuspielen, musst du schon etwas tiefer in die Trickkiste greifen:

  • Mach WordPress zunächst über die Einstellung unter Lesen für Suchmaschinen indexierbar.
  • Installiere dir ein gutes SEO-Plugin: Ich empfehle dir RankMath.
  • Lege Metatitle und Metadescription deiner Startseite fest.
  • Schreibe Standard-Texte für Kategorien, Tags, Seiten und Beiträge
  • Stelle deine Permalink-Struktur unter Lesen > Permalinks auf die Einstellung Beitrag.

Tipp: Diese und noch weitere nützliche Tipps, habe ich im Artikel WordPress SEO: 13 wichtige Tipps, die du sofort umsetzen solltest für dich gesammelt. Wenn du den Anweisungen aus diesem Artikel folgst, lässt du auf Anhieb 90 % der anderen Websites hinter dir.

Fazit: WordPress lernen

Hast du einen Webhoster ausgewählt, WordPress installiert und eingerichtet, ein WordPress-Theme ausgewählt und dich mit dem Backend angefreundet. Und ist deine Seite für Suchmaschinen und auf Geschwindigkeit optimiert?

Super, dann bist du beim bereits über das Einsteiger-Stadium hinaus und kannst die nächsten Schritte gehen🙂

Hast du noch Fragen? Dann schreib sie in die Kommentare!


Häufige Fragen

  • WordPress ist sehr benutzerfreundlich. Das heißt, es ist einfach zu installieren und auch die Bedienung und Einrichtung hat man schnell erlernt.
  • WordPress hat eine riesige Community. Es gibt tausende Anleitungen zu den verschiedenen WordPress-Funktionen und wenn du eine Frage hast, hatte sie mit Sicherheit schon irgendjemand vor dir.
  • Die Nutzung von WordPress ist komplett kostenlos.
  • WordPress ist Open Source. Das heißt, es gibt unzählige Themes und Plugins, um Design und Funktionen auch ohne technische Vorkenntnisse anzupassen.
  • WordPress ist bereits von Haus aus schon ziemlich gut für Suchmaschinen vorbereitet.

WordPress  ist sehr einfach zu bedienen und erleichtert die Erstellung von  Webseiten erheblich. Die meisten Funktionen sind selbsterklärend oder  innerhalb kurzer Zeit zu erlernen. Es gibt jedoch einige Dinge,  die du wissen solltest, bevor du dich daran machst WordPress zu lernen  oder deine eigene Seite aufzusetzen:

  • Wie eine Webseite und das Internet vom Prinzip her funktionieren
  • Grundwissen über die Sicherheit & Wartung von Webseiten
  • Grundwissen über Datenschutz und die DSGVO

Was benötige ich für WordPress?

Um WordPress selbst zu hosten, benötigst du einen Speicherort für deine Webseite. Dieser sogenannte Webspace für deine WordPress-Seite, sollte die folgenden technischen Anforderungen erfüllen:

  • Mindestens PHP 7.4
  • Mindestens MySQL 5.6
  • HTTPS-Unterstützung

Der  Webspace kann bei verschiedenen Anbietern gemietet werden. Daneben  benötigst du noch eine Domain, also eine Adresse für deine Seite. Die  Domain verweist auf deinen Webspace und kann meist zum Webspace hinzugebucht werden.

Die  Installationsdateien für WordPress werden kostenlos auf WordPress.org  angeboten. Du kannst sie dir ohne Anmeldung herunterladen und auf einem  Webspace deiner Wahl oder deinem eigenen Computer installieren.

Daneben  wird auf WordPress.com ein Hosting-Dienst für Webseiten auf Basis der  Software WordPress angeboten. Um dort eine Webseite einzurichten, ist  weder eine eigene Domain noch Webspace nötig. Je größer und  individueller der Funktionsumfang deiner Webseite auf WordPress.com sein  soll, desto mehr musst du dafür extra bezahlen. Zum Beispiel ist die  Installation von eigenen Plugins und Themes erst im teuersten Tarif  möglich.

Daher ist eine selbst gehostete Webseite auf Basis von WordPress.org flexibler und kostengünstiger.

Themes  sind vorgefertigte Designvorlagen für deine WordPress-Seite. Sie  kombinieren Layout, Typografie, Farben sowie Icons und Buttons und sind  für die Optik, aber auch für die Bedienung und Benutzerfreundlichkeit  deiner Seite wichtig.

Mit Plugins kannst du  den  Funktionsumfang von WordPress beliebig erweitern. Da hinter WordPress  eine große Community steht, werden regelmäßig neue Plugins entwickelt  und veröffentlicht.

Für Einsteiger und Fortgeschrittene: Alle Artikel zum Thema WordPress lernen



Hi ich bin Andy, der Gründer von Digitales Mojo. Digitales Mojo ist aus meinem festen Glauben heraus entstanden, dass jeder von uns Wissen und Fähigkeiten in sich trägt, um das Leben anderer besser und lebenswerter zu machen.

Schreibe einen Kommentar

Share via
Copy link