Schnell & einfach: WordPress installieren für Einsteiger (2021)

Du willst WordPress installieren, aber die meisten Anleitungen sind zu kompliziert geschrieben?

Dann bist du hier genau richtig: Für diese Anleitung habe ich mich wirklich ins Zeug gelegt und jeden Satz extra einsteigerfreundlich formuliert.

Das Endergebnis ist deine eigene WordPress-Seite, die du auf die Welt loslassen kannst. Zumindest schon fast.

Los gehts! 🙂

Tipp: Bist du gerade dabei WordPress zu lernen und suchst kostenlose Tipps und Anleitungen? Dann empfehle ich dir, im Artikel WordPress lernen: Kostenlose Anleitung für Einsteiger und Fortgeschrittene vorbeizuschauen!

Einen Webhoster und eine Domain auswählen

Um WordPress zu installieren brauchst du zuerst mal einen Webspace und eine Domain.

Ein Webhoster stellt dir Speicherplatz für deine Webseite oder deinen Blog zur Verfügung. Die Domain kann im Grunde auch wonanders liegen und zeigt einfach auf diesen Webspace.

Die Auswahl an Webhostern ist nicht nur riesig, sondern sie alle haben auch verschiedene Pakete zu unterschiedlichen Preisen im Angebot. Das macht es schwierig, Angebote zu vergleichen und das richtige auszuwählen.

Ein wichtiges Kriterium ist zum Beispiel der Serverstandort. Er liegt aus Gründen des Datenschutzes und der schnelleren Ladezeit bestenfalls in Deutschland.

Die folgende Auswahl an Webhostern bieten Server mit Standort in Deutschland:

Für den Anfang solltest du darauf achten, dass dein gebuchtes Webhosting-Paket folgende Mindestanforderungen erfüllt:

  • PHP 7.4
  • WordPress 5.7-Kompatibilität
  • Mindestens eine MySQL-Datenbank
  • Ein SSL-Zertifikat
  • Unbegrenzter Traffic
  • Eine Domain

Hinweis: Die Screenshots in dieser Anleitung stammen aus dem aus dem Backend von 1&1 Ionos und finden sich bei dir, je nach Anbieter möglicherweise woanders. Die Grundfunktionen sind aber bei allen Webhostern dieselben.

Vorsicht: Diese 9 fatalen Fehler auf deinem Blog kosten dich tausende Leser und Kunden

Welche das sind und wie du sie vermeidest? Verrate ich dir per Mail!



Den Webspace vorbereiten

FTP-Zugang erstellen

Um Dateien zwischen dem Webserver deines Webhosting-Anbieters und deinem privaten Computer verschieben zu können, brauchst du einen FTP-Zugang. Somit kannst du die WordPress-Dateien auf deinen Webspace laden und installieren.

Der Großteil der Webhoster stellt dir von Anfang an einen allgemeinen FTP-Nutzer zur Verfügung, mit dem du Zugriff auf deinen kompletten Webspace hast. Je nach Anbieter und gebuchtem Paket kannst du noch weitere FTP-Nutzer anlegen. An dieser Stelle findest du auch meist deine FTP-Zugangsdaten, die du für den nächsten Schritt brauchst.

Wordpress installieren: WordPress installieren FTP Zugang anlegen 1

Bei 1&1 IONOS findest du die Möglichkeiten zur Verwaltung der FTP-Zugänge unter Hosting > SFTP & SSH.

Wordpress installieren: WordPress installieren FTP Zugang anlegen 2 1

Für das Anlegen eines neuen FTP-Zugangs werden lediglich ein Benutzername und ein Passwort angegeben. Anschließend kannst du noch ein Verzeichnis auswählen. Der angelegte FTP-Zugang ist dann dazu berechtigt auf dieses Verzeichnis und alle Unterverzeichnisse zuzugreifen.

Wichtig! Nun solltest du dir folgende Zugangsdaten notieren, die du für den Login mit deinem FTP-Programm brauchst:
– Den Host / Webserver
– Einen Port
– Einen Benutzernamen
– Ein Passwort

FTP-Programm downloaden und installieren

Ein FTP-Programm hilft dir deinen Webspace zu verwalten, indem es deinen Webspace als grafische Oberfläche darstellt. Ich habe bereits einige FTP-Programme getestet und kann dir folgende zwei empfehlen:

  • FileZilla: FileZilla gibt es für Windows, Linux und Mac. Du kannst FileZilla hier herunterladen
  • WinSCP: WinSCP ist nur für Windows erhältlich und kann hier heruntergeladen werden.

Beide Programme sind kostenlos herunterladbar und zusätzlich in einer Portable-Version erhältlich, die du nicht installieren musst. Im Hinblick auf Übersichtlichkeit und Benutzerfreundlichkeit nehmen sich beide Programme nichts.

Installier einfach, was dir besser gefällt 🙂

Wordpress installieren: FTP Zugang einrichten

Um dich mit deinem Webspace zu verbinden öffnest du dein FTP-Programm und gibst die Zugangsdaten aus dem letzten Schritt ein. Ich empfehle dir, bei Übertragungsprotokoll SFTP zu verwenden – damit ist die Übertragung zwischen dir und deinem Webspace verschlüsselt.

Domain auswählen und zuweisen

Rein theoretisch kannst du erst WordPress installieren und später die Domain ändern.

Ich habe damit allerdings eher gemischte Erfahrungen gemacht. Das liegt daran, dass Bilder und bestimmte Plugins deiner WordPress-Seite die in den Einstellungen eingetragene URL verwenden. Änderst du diese Adresse nachträglich, kommt es häufig zu Fehlern, weil an bestimmten Stellen noch die alte URL eingetragen ist.

Vermeide das also möglichst, wenn du kannst!

Es gibt zahllose Anbieter, um eine Domain zu registrieren. Sinnvollerweise registrierst du deine Domains direkt dort, wo du auch deinen Webspace gebucht hast. Bei vielen Webhosting-Paketen ist bereits eine Domain dabei, so dass sich das anbietet.

Wordpress installieren: WordPress installieren Domain zuweisen

Anschließen musst du deine Domain noch dem Verzeichnis auf dem Webspace zuweisen, in das du WordPress installieren willst. Bei 1&1 IONOS befindet sich diese Option unter Domains & SSL.

SSL-Zertifikat einrichten

Vereinfacht ausgedrückt garantiert ein SSL-Zertifikat eine verschlüsselte Verbindung zwischen deiner Webseite und dem Besucher.

Vor einer Weile war das hauptsächlich für Betreiber von Onlineshops und Seiten, die mit Logins und Zugangsdaten hantieren wichtig. Seit SSL-Verbindungen zum Ranking-Kriterium bei Google geworden sind und man im Browsern vor Seiten ohne Verschlüsselung gewarnt wird, ist es unumgänglich.

Erkennbar ist eine verschlüsselte Verbindung an dem vorangestellten https:// vor der URL und dem (grünen) Schloss in der Adresszeile.

Wordpress installieren: WordPress installieren SSL Zertifikat zuweisen

Bei 1&1 IONOS wird das SSL-Zertifikat wird der Domain zugewiesen, indem man in der Domain-Verwaltung auf das Schloss vor der entsprechenden Domain klickt. Hier kann man dann gekaufte Zertifikate zuweisen oder neue Erwerben. Ein grünes Symbol markiert dabei Domains mit Zertifikat, ein rotes unverschlüsselte Verbindungen.

Eine sichere Umgebung für WordPress erstellen

Grundsätzlich kannst du WordPress ohne Weiteres sofort auf dem Webspace deines Webhosters installieren. In dem Fall ist deine Seite sofort öffentlich und für Hinz und Kunz zugänglich.

Empfehlen will ich es dir aus folgenden Gründen nicht:

  • Deine Seite ist nicht DSGVO-konform, verfügt weder über ein Impressum noch über eine Datenschutzerklärung.
  • Deine Seite ist nicht gegen Bots und Hacker abgesichert.
  • Deine Seite verfügt weder über Inhalte, noch über ein entsprechendes Branding.

Da deine Seite vorerst ohnehin so gut wie keine Sichtbarkeit hat, ist die Wahrscheinlichkeit, dass du gehackt oder abgemahnt wirst relativ gering. Der Nutzen einer leeren Seite ist aber auch gleich Null und sicher ist sicher 🙂

Deshalb installieren wir WordPress in einem passwortgeschützten Verzeichnis. Besucher werden dann vorerst mit einer Passwortabfrage konfrontiert, die wir später wieder entfernen.

So richtest du den Passwortschutz ein:

  1. Öffne dein FTP-Programm und logge dich mit deinen Zugangsdaten ein.
  2. Navigiere zu dem Ordner, in den du WordPress installieren willst und suche die Datei mit dem Namen .htaccess. Falls du diese Datei nicht finden kannst, lege sie einfach neu an. Füge folgenden Inhalt ein und speichere die Datei ab:
AuthType Basic
AuthName "Passwortgeschützt"
AuthUserFile .htpasswd
Require valid-user
  1. Als zweiten Schritt erstellst du eine neue Datei mit dem Namen .htpasswd. Die Inhalte dieser Datei sind verschlüsselt. Rufe deshalb einen .htpasswd-Generator, wie zum Beispiel htpasswdgenerator.de auf, gib einen beliebigen Benutzernamen und ein Passwort ein und klicke auf .htpasswd generieren. Kopiere das Ergebnis und füge ihn in die soeben erstellte .htpasswd ein. Das sieht dann ungefähr so aus:
123:$1$sKee}H\@$PWyTzdXp040jRv/gXEnVL/

Speichern, schließen, fertig. Rufst du dein WordPress-Installationsverzeichnis nun im Browser auf, erscheint ein Fenster, das dich nach Benutzername und Passwort fragt.

Datenbank anlegen und einrichten

Eine Datenbank ist so etwas wie das Gedächtnis deiner Seite. Jede Einstellung und jeder Text deines WordPress-Blogs werden in der Datenbank erfasst, aktualisiert und an anderen Stellen wieder ausgegeben.

Die meisten Anbieter von Webhosting-Paketen bieten dir eine automatisierte Lösung zum erstellen von Datenbanken an.

Wordpress installieren: WordPress installieren Datenbank anlegen 1

Die Verwaltung der Datenbanken findest du in 1&1 zum Beispiel unter Hosting > Datenbanken.

Wichtig! Folgende Informationen deiner Datenbank solltest du dir jetzt notiert haben, da du sie später brauchst:
– Den Datenbankserver + Port
– Den Datenbanknamen
– Den Datenbank-Benutzer
– Ein Datenbank-Passwort

WordPress installieren

WordPress herunterladen und entpacken

Die WordPress-Installationsdateien kannst du hier herunterladen.

Entpacke anschließen das Archiv, zum Beispiel mit 7-Zip oder Winrar. Das WordPress-Paket wird automatisch in einen Ordner mit dem Namen wordpress entpackt.

Die wp-config.php anpassen

Suche direkt im wordpress-Ordner, den du soeben entpackst hast, nach der Datei wp-config-sample.php und öffne sie in einem Texteditor.

Suche folgende Stelle in der Datei und füge deine Datenbankinformationen ein.

define('DB_NAME', 'datenbankname_hier_einfuegen');
define('DB_USER', 'benutzername_hier_einfuegen');
define('DB_PASSWORD', 'passwort_hier_einfuegen');

Anschließend solltest du noch die Sicherheitsschlüssel ändern, um zu verhindern, dass deine Login-Session von einem Hacker übernommen wird. Dazu suchst du die folgenden Zeilen in der wp-config-sample.php.

define('AUTH_KEY', 'Füge hier deine Zeichenkette ein');
define('SECURE_AUTH_KEY', 'Füge hier deine Zeichenkette ein');
define('LOGGED_IN_KEY', 'Füge hier deine Zeichenkette ein');
define('NONCE_KEY', 'Füge hier deine Zeichenkette ein');
define('AUTH_SALT', 'Füge hier deine Zeichenkette ein');
define('SECURE_AUTH_SALT', 'Füge hier deine Zeichenkette ein');
define('LOGGED_IN_SALT', 'Füge hier deine Zeichenkette ein');
define('NONCE_SALT', 'Füge hier deine Zeichenkette ein');

Jetzt rufst du diesen Link auf, kopierst die generierten Sicherheitsschlüssel heraus und ersetzt die Platzhalter in deiner geöffneten Datei.

Speichere die Datei zum Schluss unter dem Namen wp-config.php ab und schließe sie.

Installationsdateien hochladen

Öffne dein FTP-Programm und logge dich mit den Zugangsdaten, die du von deinem Anbieter erhalten hast ein.

Jetzt lädst du alle Dateien aus dem Ordner wordpress auf deinen Webspace hoch.

Wichtig: Verschiebe wirklich nur den Inhalt des Ordners und nicht den Ordner selbst!

Ausführen des WordPress-Installationsskripts

Besuche folgenden Pfad um die Installation abzuschließen:

https://deineseite.de/wp-admin/install.php

Gib im erscheinenden Formular einen Namen für deinen Blog, sowie den gewünschten Benutzernamen, ein von dir gewähltes Passwort und eine E-Mail-Adresse ein.

Unter Sichtbarkeit für Suchmaschinen setzt du keinen Haken.

Hinweis: All diese Informationen kannst du später im Admin-Menü unter Einstellungen > Lesen noch anpassen.

Nun kannst du dich unter

https://www.deineseite.de/wp-admin

einloggen.

Deine WordPress-Seite veröffentlichen

Konntest du hinter jedes der Dinge oben einen Haken machen? Dann wird es Zeit deine Seite endlich zu veröffentlichen! 🙂

Hast du WordPress, wie anfangs von mir empfohlen, in einem passwortgeschützten Verzeichnis installiert, musst du einfach den Passwort-Schutz entfernen, um deine Seite zu veröffentlichen.

So entfernst du den Passwortschutz wieder:

  1. Gehe mit deinem FTP-Programm zu dem Ordner, in den du WordPress installieren hast und suche die Datei mit dem Namen .htaccess. Suche innerhalb dieser Datei nach folgenden Zeilen:
AuthType Basic
AuthName "Passwortgeschützt"
AuthUserFile .htpasswd
Require valid-user

Diese Zeilen entfernst du jetzt einfach wieder.

Speichern, schließen, fertig. Rufst du deine WordPress-Seite auf, ist die Passwort-Abfrage verschwunden.

Tipp: Da deine Seite noch immer kein Impressum und keine Inhalte hat, würde ich dir empfehlen den Passwort-Schutz zumindest solange aktiviert zu lassen, bis du deine Seite vollständig eingerichtet hast.

Fazit: WordPress installieren

Das wars 🙂

Mehr gibt es tatsächlich nicht zu tun. In wenigen Schritten hast du deine eigene WordPress-Seite installiert.

Bevor du loslegen kannst und deine Seite auf die Menschheit loslässt, solltest du WordPress allerdings noch richtig einrichten und ein paar wichtige Einstellungen vornehmen.

Hi ich bin Andy, der Gründer von Digitales Mojo. Digitales Mojo ist aus meinem festen Glauben heraus entstanden, dass jeder von uns Wissen und Fähigkeiten in sich trägt, um das Leben anderer besser und lebenswerter zu machen.

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