Wie du hochwertige Blogartikel 11x schneller schreiben kannst

Kennst du das?

Du liest die Blogs anderer Blogger und es kommt dir vor, als ob ihre Woche neun Tage hätte. Ihre Tage scheinen 40 Stunden zu dauern. Wie schaffen es andere Blogger regelmäßig großartige Blogartikel zu veröffentlichen, täglich in mehreren sozialen Netzwerken aktiv zu sein und Newsletter zu versenden und nebenbei noch andere Blogs zu lesen?

Und wie kannst du da mithalten, wenn das Schreiben von Blogartikeln für dich kein Fulltime-Job ist? Wie kannst du es trotzdem schaffen regelmäßig hochwertige Blogartikel zu schreiben und zu veröffentlichen?

Folgende Tricks 11 Tricks helfen dir dabei, Blogartikel viel schneller zu schreiben, ohne dass die Qualität darunter leidet:

1. Sammle Ideen für Artikel an einem zentralen Ort

Überlegst du ewig, worüber du schreiben kannst und verwirfst es 10 Mal, weil du dir unsicher bist, ob die Idee gut genug ist? Das kostet dich Unmengen an Zeit und hält dich vom Schreiben ab.

Du kannst du umgehen, indem du immer und überall Inspirationen sammelst.

Diese speicherst du an einem zentralen Ort deiner Wahl, z.B.:

Wenn du anfangen willst zu schreiben, schaust du einfach in deine Liste, suchst dir ein Thema aus und legst los.

2. Verwende Platzhalter

Beim Schreiben stolperst du häufig über Dinge, die noch fehlen, wie zum Beispiel: 

  • Daten, Zahlen und Statistiken
  • Bilder
  • Zitate
  • Links
  • Tabellen
  • Dinge, die du noch genauer recherchieren willst

Wenn du schreibst und währenddessen all diese Dinge erledigst, dauert es zehnmal länger bis dein Blogartikel fertig wird.

Platzhalter helfen dir dabei, beim Schreiben nicht ins Stocken zu geraten.

Wenn du mit dem Schreiben fertig bist, suchst du mit STRG + F (oder CMD + F auf dem Mac) nach deinen Platzhaltern und ersetzt diese nach und nach durch die fehlenden Inhalte.

Platzhalter helfen dir außerdem dabei, gleiche Aufgaben zusammenzufassen.

3. Fasse gleiche Aufgaben zusammen

Das Zusammenfassen gleicher Aufgaben (auch Batching) ist das Gegenkonzept zum Multitasking. Batching bedeutet, dass du ähnliche Aufgaben zusammenlegst und sie gesammelt bearbeitest. Das bedeutet: zuerst schreibst du den kompletten Fließtext. Dann erstellst du alle Bilder und lädst sie hoch. Dann fügst du alle Verlinkungen ein.

Durch das gleichzeitige Abarbeiten gleicher Aufgaben verhinderst du, dass du zwischen Aufgaben hin und her springst. Das spart dir nicht nur eine Menge unnötige Arbeitsschritte, sondern auch viel Zeit.

Außerdem bleibst du konzentrierter, weil dich der Wechsel zwischen verschiedenen Aufgaben nicht jedes Mal erneut aus deinem Flow bringt. Du konzentrierst dich auf eine Aufgabe und brauchst dich nicht immer wieder neu eindenken.

4. Verwende Vorlagen und Templates

Auch Vorlagen helfen dir dabei, die gleichen Aufgaben nicht immer und immer wieder machen zu müssen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Vorlagen in Canva oder Photoshop für Beitragsbilder und Grafiken
  • Wiederverwendbare Blöcke in WordPress für das Newsletter-Formular, den Pinterest-Abschnitt oder den Affiliate-Hinweis.
  • HTML- und CSS-Vorlagen für Tabellen, Buttons und Infoboxen
  • Affiliate-Links mit Plugins wie ThirstyAffiliates

Meine Canva-Vorlage für WordPress-Artikelbilder sieht zum Beispiel so aus:

Blogartikel schneller schreiben: Vorlagen und Templates

Daneben haben Vorlagen und Templates den Vorteil, dass dein Design durchgängig ist und du dadurch einen Wiedererkennungswert schaffst.

5. Verwende Online-Tools für die Rechtschreibkorrektur

Das Korrekturlesen von langen Artikeln ist eine nervige und zeitraubende Angelegenheit.

Wenn du Wert auf die Qualität deiner Inhalte legst, kommst du um die Rechtschreibkorrektur deiner Texte allerdings kaum herum. Rechtschreibfehler stören den Lesefluss und sind auch bei Suchmaschinen eher unbeliebt.

Eine gute Lösung sind Tools, die dir die Rechtschreibkorrektur abnehmen. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe kostenloser Programme, die Rechtschreib- und sogar Grammatikfehler zuverlässig erkennen, zum Beispiel:

Wenn du ganz sicher gehen willst, jagst du deine Texte gleich durch mehrere dieser Programme. Selbst dann bist du noch schneller dran, als die Texte von Hand auf Rechtschreibfehler zu überprüfen.

6. Verwende die Spracheingabe

Wenn wir ehrlich sind, ist das Tippen auf einer Tastatur nicht sonderlich intuitiv. Wesentlich bequemer und schneller kommst du voran, indem du deinen Text einfach deinem Computer oder Smartphone diktierst.

Blogartikel schneller schreiben: Spracheingabe

Sehr zuverlässig funktioniert zum Beispiel die Spracheingabe von Google Docs, die du unter Tools > Spracheingabe öffnen kannst (oder indem du STRG + Umschalt + S drückst).

Natürlich kannst du aber auch einfach die Spracheingabe von deinem iPhone oder von Windows verwenden.

Zugegebenermaßen wirst du auch mit der Spracheingabe nicht drumherum kommen, deine Texte nochmal nachzubearbeiten, aber für einen ersten Entwurf reicht es allemal.

Spracheingabe ist nicht so dein Ding? Dann solltest du dir vielleicht den nächsten Tipp anschauen:

7. Lerne, schneller zu tippen

Ich habe bereits recht früh gelernt, mit 10 Fingern zu tippen. Bis heute hilft mir das 10-Finger-System dabei schneller zu schreiben. Das Erlernen dieser Technik mit angestaubten Programmen, die einem Buchstabenfolgen in weißer Schrift auf schwarzen Hintergrund hingeworfen haben, war damals allerdings weniger spaßig.

Zum Glück hast du heute viel bessere Möglichkeiten und kannst einfach die folgenden Websites nutzen, die dir das Tippen mit 10 Fingern spielerisch nahebringen:

Und das völlig kostenlos! 🙂

8. Verbessere dein Zeitmanagement

Ein weiser Mann hat mal gesagt:

Arbeit dehnt sich in genau dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht und nicht in dem Maß, wie komplex sie tatsächlich ist.

Cyril Northcote Parkinson

Mit anderen Worten bedeutet das, je mehr Zeit wir uns für eine Aufgabe nehmen, desto länger brauchen wir auch dafür. Ich bin mir sicher, auch du kennst das Phänomen, dass Hausarbeiten oder Projekte erst in der Nacht kurz vor der finalen Abgabe fertig werden.

Gutes Zeitmanagement ist aber viel mehr, als sich Limits für die eigene Arbeit zu setzen. Es gibt eine ganze Reihe an Methoden, um die eigene Arbeit zu strukturieren und schneller zum Ziel zu kommen, zum Beispiel:

  • Eat That Frog
  • Das Pareto-Prinzip (auch 80-20-Regel)
  • Die Eisenhower-Matrix
  • Die ALPEN-Methode
  • Die 10-10-10-Methode
  • Die Pomodoro-Technik
  • Getting-Things-Done-Methode
  • Timeboxing

Einen Überblick über verschiedene Zeitmanagement-Methoden findest du in diesem Artikel.

9. Halte dich an den gleichen Ablauf

Wenn ich Blogartikel schreibe, gehe ich immer nach demselben Muster vor:

  • Recherche von Keywords
  • Recherche
  • Zwischenüberschriften
  • Bulletpoints
  • Links
  • Bilder & Videos
  • Einleitung
  • Fazit
  • Überschrift
  • Fließtext
  • Formatierung
  • Optimierung für Suchmaschinen
  • Rechtschreibung
  • Letzte Arbeiten in WordPress

Eine genaue Anleitung für die einzelnen Schritte findest du in diesem Artikel.

Ein fester Ablauf hat beim Schreiben einen bedeutenden Vorteil: Du musst nie wieder auch nur einen Gedanken daran verschwenden, was du als Nächstes machst. Ist dir der Ablauf einmal in Fleisch und Blut übergegangen, geht dir der komplette Schreibprozess leichter und vor allem viel schneller von der Hand.

Viele bekannte Blogger schwören außerdem auf die 3-Tage-Technik, bei der das Schreiben von Blogartikeln auf drei unterschiedliche Tage aufgeteilt wird.

Die 3-Tage-Technik kannst du dir ungefähr so vorstellen:

  • Tag 1: Brainstorming
  • Tag 2: Erster Entwurf
  • Tag 3: Korrekturlesen und Feinschliff

Anleitungen für solche Ansätze findest du zum Beispiel bei Sandra Holze und auf Chimpify.

10. Leg deinen Perfektionismus ab

Eben habe ich mich dabei ertappt, zu überlegen, ob es besser wäre „Leg deinen Perfektionismus ab“ oder „Lege deinen Perfektionismus ab“ zu schreiben.

Die bittere Wahrheit ist allerdings, dass solche Kleinigkeiten keine Rolle für meinen Artikel spielen. Sie verleihen meinem Text keinen zusätzlichen Mehrwert. Dir als Leser fallen sie wahrscheinlich noch nicht einmal auf.

Vielleicht sagt dir die 80-20-Regel (auch bekannt unter dem Namen Pareto-Prinzip) etwas. Die 80-20-Regel besagt, dass 80% der Ergebnisse mit 20% des Aufwandes erreicht werden. Die übrigen 20% der Ergebnisse erfordern mit 80% die meiste Arbeit.

Versteh mich nicht falsch: Das soll auf keinen Fall heißen, dass du unvollständige Inhalte veröffentlichen sollst. Allerdings ist es völlig egal, wenn an einer Stelle noch ein Komma zu wenig oder ob die Formulierung hier und da nicht ganz so klar ist.

11. Fasse dich kürzer

Ist wirklich noch ein Satz, noch ein Absatz nötig, um zu sagen, was du sagen willst?

Ganz ehrlich? Wahrscheinlich nicht.

Dieser Tipp klingt fast zu einfach, um wahr zu sein – aber er funktioniert. Wenn du dich kürzer fasst, kürzere Sätze schreibst und dich auf das Wesentliche konzentrierst, kommst du schneller voran und kannst schneller auf den Veröffentlichen-Button drücken.

Also komm endlich zum Punkt – deine Leser werden es dir danken! 😉

Hi ich bin Andy, der Gründer von Digitales Mojo. Digitales Mojo ist aus meinem festen Glauben heraus entstanden, dass jeder von uns Wissen und Fähigkeiten in sich trägt, um das Leben anderer besser und lebenswerter zu machen.

4 Gedanken zu „Wie du hochwertige Blogartikel 11x schneller schreiben kannst“

  1. Also das war ja mal ein wirklicher Genuss, vielen Dank, Andy!

    Aber du weißt natürlich auch, dass einiges nicht ganz so smart umgesetzt ist, wie du es hier propagierst. Darüber hinaus hast du mich mit einem missverständlichen Versprechen geködert. Dein Artikel dreht sich nicht ums „schnellere Schreiben«, er handelt von Techniken, die zum rascheren Veröffentlichen führen. Es sind sozusagen »Tipps zur rascheren Produktion von Online-Texten«.

    Rascheres »Schreiben«, das ist eine ganz andere Kategorie. Und ich darf dann mal Wolf Schneider zitieren, der in Worte fasste, was mich an mir schon immer zum Verzweifeln gebracht hat: »Einer muss sich quälen: der Autor oder der Leser.

    Antworten
    • Hallo Johannes,

      danke für das Lob und die Kritik 🙂

      Es lag natürlich überhaupt nicht in meiner Absicht, dich mit irgendwelchen falschen Versprechen zu ködern.
      Ich denke im Content Marketing (und das ist schließlich das Thema von Digitales Mojo) handelt es sich immer um den Spagat zwischen dem tatsächlichen Mehrwert und der Art und Weise, wie man ihn verkauft.

      Ich hoffe, du konntest dennoch etwas aus dem Artikel mitnehmen! 🙂

      Viele Grüße
      Andreas

      Antworten
  2. Danke Andreas für diese wertvollen Tipps! Auch wenn mein Blog nicht auf WordPress läuft, ist das ein sehr spannender Artikel für mich. Einiges davon mache ich bereits so oder so ähnlich, anderes werde ich ausprobieren. Als Ort zum Sammeln von Ideen würde ich gerne noch Trello in den Raum werfen, das ich selbst sehr begeistert nutzte.

    Antworten
    • Hallo Jens,
      ja natürlich, wie konnte ich das vergessen… Auch in meinem Workflow spielt Trello eine wichtige Rolle.
      Ich füge es mal der Liste hinzu, vielen Dank für den Hinweis! 🙂

      Antworten

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